Weniger Sozialwohnungen in Hamburg
Hamburg - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung
Wohnungsbau und soziale Lage in Hamburg
Hamburg () – In Hamburg wurden im vergangenen Jahr 5.976 Wohnungen fertiggestellt, was einem Rückgang von 28 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Unter den neuen Wohnungen sind lediglich knapp 2.000 geförderte Einheiten, die mit niedrigeren Mieten angeboten werden. Öffentlich geförderte Wohnungen könnten über 600.000 Haushalte unterstützen, jedoch sind in Hamburg nur noch gut 76.000 solcher Wohnungen verfügbar, mit einer fallenden Tendenz.
Heike Sudmann, wohnungspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft, äußerte sich besorgt über die Situation: „Das sind schlechte Nachrichten für alle Hamburger, die eine günstige Wohnung brauchen.
Jahr für Jahr fallen mehr Wohnungen aus der Sozialbindung als neue gebaut werden.“ Sie betonte, dass die langsame Erholung der Wohnungsbauwirtschaft vor allem zu einem Anstieg bei freifinanzierten und Eigentumswohnungen führen werde.
Sudmann forderte den Senat auf, mehr für den Bau von günstigem Wohnraum zu tun. Die dauerhafte Sozialbindung von geförderten Neubauwohnungen sei ein wichtiger Schritt.
Zudem müsse eine sozialverantwortliche Nutzung des Bestandes angestrebt werden, um lang abbezahlte Wohnungen günstiger vermieten zu können. Der Senat müsse diesbezüglich mit der Wohnungswirtschaft in Verhandlungen treten.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Wohnungen in einem Plattenbau (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- 5.976 Wohnungen in Hamburg 2022 fertiggestellt, Rückgang von 28 Prozent im Vergleich zum Vorjahr
- Nur knapp 2.000 geförderte Einheiten unter den neuen Wohnungen
- Verfügbare öffentlich geförderte Wohnungen in Hamburg sind auf gut 76.000 gesunken
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Betroffen sind Hamburger Haushalte, die auf günstige Wohnungen angewiesen sind
- 5.976 fertiggestellte Wohnungen im Jahr 2022, Rückgang von 28 % im Vergleich zum Vorjahr
- Nur noch gut 76.000 öffentlich geförderte Wohnungen verfügbar, Tendenz fallend
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Rückgang der fertiggestellten Wohnungen um 28 Prozent im Vergleich zum Vorjahr
- Rückgang verfügbarer öffentlich geförderter Wohnungen auf etwa 76.000 trotz Bedarf von über 600.000 Haushalten
- Langsame Erholung der Wohnungsbauwirtschaft führt zu mehr freifinanzierten und Eigentumswohnungen statt geförderten Einheiten
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Senat soll mehr günstigen Wohnraum schaffen
- Dauerhafte Sozialbindung von geförderten Neubauwohnungen fordern
- Verhandlungen mit der Wohnungswirtschaft zur sozialverantwortlichen Nutzung des Bestandes anstreben
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