Deutschland und andere Länder kritisieren Israels Regierung

22. Mai 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Internationale Kritik an Israels Siedlungspolitik

() – , Großbritannien, und haben am Freitag eine ungewöhnlich heftige Kritik in Richtung der israelischen Regierung geschickt.

Die Gewalt durch Siedler im Westjordanland habe mittlerweile „ein noch nie dagewesenes Ausmaß erreicht“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Staats- und Regierungschefs der vier Länder. Die Politik und Vorgehensweise der israelischen Regierung, einschließlich einer weiteren Verfestigung der israelischen Kontrolle, untergrabe die Stabilität und die Aussichten auf eine Zwei-Staaten-Lösung.

„Das Völkerrecht ist unmissverständlich: israelische Siedlungen im Westjordanland sind illegal. Bauprojekte im Gebiet E1 wären keine Ausnahme“, heißt es in der Erklärung. Die Siedlungserschließung im sogenannten „Gebiet E1“ würde das Westjordanland zweiteilen und wäre nach Ansicht der vier Länder „ein schwerwiegender Bruch internationalen Rechts“.

Deutschland, Großbritannien, Italien und Frankreich gehen in ihrer Kritik sogar noch weiter: Wirtschaftsunternehmen sollten sich nicht an Bauausschreibungen für das „Gebiet E1“ oder an anderen Projekten zur Siedlungserschließung beteiligen. „Sie sollten sich der rechtlichen und auch der rufschädigenden Folgen bewusst sein, die ihre Beteiligung am Siedlungsbau hätte, einschließlich des Risikos, an schweren Verstößen gegen das Völkerrecht beteiligt zu sein“, heißt es in der Erklärung.

„Wir fordern die Regierung Israels auf, die Ausweitung der Siedlungen und ihrer administrativen Kompetenzen zu beenden, die Rechenschaftspflicht für Gewalttaten durch Siedler sicherzustellen und Anschuldigungen gegen israelische Streitkräfte nachzugehen, die haschemitische Obhut über die heiligen Stätten Jerusalems und die historischen Status-Quo-Regelungen zu respektieren sowie die der Palästinensischen Behörde und der palästinensischen Wirtschaft auferlegten finanziellen Beschränkungen aufzuheben.“ Man stelle sich „entschieden denjenigen entgegen, einschließlich Mitgliedern der israelischen Regierung, die sich für eine Annexion des Westjordanlandes sowie die gewaltsame Vertreibung der palästinensischen Bevölkerung aussprechen“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Jerusalem (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Gewalt durch Siedler im Westjordanland hat ein noch nie dagewesenes Ausmaß erreicht.
  • Bauprojekte im Gebiet E1 werden als schwerwiegender Bruch internationalen Rechts eingestuft.
  • Wirtschaftsunternehmen sollten sich nicht an Bauausschreibungen für das Gebiet E1 beteiligen.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Deutschland, Großbritannien, Italien, Frankreich
  • Stark ausgeprägt, aufgrund der Gewalt durch Siedler und der Siedlungspolitik
  • Zielgruppen: Wirtschaftunternehmen, deutsche und internationale Regierungen, palästinensische Bevölkerung

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Gewalt durch Siedler im Westjordanland erreicht ein nie dagewesenes Ausmaß
  • Politische Entscheidungen der israelischen Regierung untergraben die Stabilität und die Zwei-Staaten-Lösung
  • Bauprojekte im Gebiet E1 gelten als schwerwiegender Bruch des Völkerrechts

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Kritik an Israel wegen der Gewalt durch Siedler im Westjordanland
  • Forderung an Israel, die Siedlungsausweitung zu beenden und Rechenschaft für Gewalttaten durch Siedler sicherzustellen
  • Aufforderung an Wirtschaftsunternehmen, sich nicht an Bauprojekten im Gebiet E1 zu beteiligen
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