Kliniken: 74 Prozent bewerten Lage als unbefriedigend

30. Mai 2026

Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaftliche Herausforderungen für deutsche Kliniken

() – 74 Prozent der Kliniken beurteilen ihre derzeitige wirtschaftliche Lage als eher unbefriedigend, in größeren Häusern ab 600 Betten sind es sogar 95 Prozent. Das geht aus dem ersten Konjunkturbarometer für die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hervor, über das die „Rheinische Post“ (Samstagausgabe) berichtet.

Auch die Erwartungen sind trüb: In den nächsten sechs Monaten erwarten 59 Prozent der Häuser, dass sich ihre wirtschaftliche Lage eher verschlechtern wird. In ländlichen Regionen sind es bis zu 79 Prozent.

Nur neun Prozent der Krankenhäuser erklärten, sie könnten ihre durchschnittlichen Betriebsausgaben unbegrenzt aus vorhandenen liquiden Mitteln decken. In den übrigen Häusern reiche die Liquidität im Mittel für sechs Wochen aus, um die laufenden Betriebsausgaben zu finanzieren, hieß es.

DKG-Chef Gerald Gaß sagte der Zeitung, die Liquidität vieler Häuser reiche heute kaum noch für wenige Wochen. Er stellte ernsthaft die Frage, wie manche Kliniken Ende des Jahres beispielsweise Weihnachtsgeld bezahlen sollten. Eine solche Liquiditätsreserve von wenigen Wochen ermögliche kein normales Wirtschaften mehr.

Besonders alarmierend sei, dass diese Befragung entstanden sei, noch bevor das volle Ausmaß der Sparpläne der Bundesregierung wirklich voll bewusst wurde, sagte er. Die Befragung wurde vom 17.04. bis zum 22.04.2026 durchgeführt. „Es geht um die nackte wirtschaftliche Existenz vieler Kliniken“, mahnte Gaß die Bundesregierung. Wer jetzt nicht handele, riskiere eine strukturelle Gefährdung der Krankenhausversorgung in .

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Krankenhaus (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • 74 Prozent der Kliniken sehen ihre wirtschaftliche Lage als unbefriedigend an, bei größeren Häusern sind es 95 Prozent.
  • 59 Prozent der Kliniken erwarten eine Verschlechterung ihrer wirtschaftlichen Lage in den nächsten sechs Monaten.
  • Nur 9 Prozent der Krankenhäuser können ihre Betriebsausgaben unbegrenzt aus liquiden Mitteln decken.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffene: Kliniken in Deutschland, insbesondere größere Häuser ab 600 Betten (95% unzufrieden)
  • Wirtschaftliche Lage: 74% beurteilen sie als unbefriedigend, 59% erwarten Verschlechterung in sechs Monaten, bis zu 79% in ländlichen Regionen
  • Liquidität: nur 9% können Betriebsausgaben unbegrenzt decken, im Schnitt nur Liquidität für sechs Wochen verfügbar

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • 74% der Kliniken bewerten ihre wirtschaftliche Lage als unbefriedigend, 95% in größeren Häusern ab 600 Betten
  • 59% der Häuser erwarten Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage in den nächsten sechs Monaten, bis zu 79% in ländlichen Regionen
  • Nur 9% der Krankenhäuser können Betriebsausgaben unbegrenzt aus liquiden Mitteln decken; Liquidität reicht im Mittel nur für sechs Wochen

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Untersuchung der wirtschaftlichen Lage der Kliniken und Prognosen durch die Deutsche Krankenhausgesellschaft
  • Warnung vor struktureller Gefährdung der Krankenhausversorgung durch DKG-Chef Gerald Gaß
  • Appell an die Bundesregierung, dringend Maßnahmen zu ergreifen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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