Hamburger stimmen gegen Olympia – Senat zieht Bewerbung zurück

31. Mai 2026

Hamburg - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesellschaft: Hamburgs Nein zur Olympiabewerbung

() – Die Hamburger haben sich am Sonntag in einem Referendum deutlich gegen eine Bewerbung ihrer Stadt um die Olympischen und Paralympischen Spiele ausgesprochen.

Wie das Statistikamt Nord nach Auszählung fast aller Stimmen mitteilte, votierten 54,9 Prozent gegen die Pläne des Senats. 45,1 Prozent sprachen sich für die Bewerbung als Ausrichter der Spiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 aus.

Die Abstimmungsbeteiligung lag bei 49,5 Prozent.

Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) äußerte, dass das Votum für den Senat verbindlich sei und die Bewerbung zurückgezogen werde. Er bedauert das Ergebnis, da sich viele Bürger auf die Spiele gefreut hätten.

Tschentscher sagte, dass die Stadtentwicklung und Infrastrukturprojekte nun auch ohne Olympia mit „aller Kraft“ verfolgt werden sollen.

Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne) bezeichnete den Ausgang des Referendums als „herbe Enttäuschung“ und „verpasste Chance“ für Hamburg. Sie respektiere das Votum, wünscht sich jedoch weiterhin Olympische Spiele in .

Sportsenator Andy Grote (SPD) dankte den Engagierten, die für die Bewerbung gekämpft hätten, und kündigte an, die „positive Energie“ der vergangenen Wochen für die Bewegungsförderung von Kindern und Jugendlichen zu nutzen.

Kritiker argumentierten gegen die Bewerbung mit unkalkulierbaren finanziellen Risiken sowie Belastungen für die Bevölkerung, die Stadt und die Umwelt durch den dadurch entstehenden Verkehr und die verbundenen Baumaßnahmen. Außerdem wurde befürchtet, dass die ohnehin hohen Mieten weiter steigen würden und es am Ende wenig positive Folgen für den Breitensport gebe.

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Durch das Votum der Bevölkerung scheidet Hamburg aus dem Bewerbungsprozess aus und wird nicht wie geplant bis zum 4. Juni sein finales Konzept beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) einreichen. Über den deutschen Bewerber für die Spiele 2036, 2040 oder 2044 wird am 26. September bei der DOSB-Mitgliederversammlung nun zwischen , und der Region Rhein-Ruhr entschieden.

Bereits 2015 war eine Hamburger Bewerbung am Willen der Bevölkerung gescheitert.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Unterzeichnung der Vereinbarung zur Olympiabewerbung (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • 54,9 Prozent der Wähler stimmten gegen die Olympiabewerbung Hamburgs.
  • Bewerbung wird aufgrund des Referendums zurückgezogen.
  • Hamburg scheidet aus dem Bewerbungsprozess für die Spiele 2036, 2040 oder 2044 aus.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • betrifft Hamburg und die Bevölkerung der Stadt
  • 54,9 Prozent stimmten gegen die Olympiabewerbung für die Jahre 2036, 2040 oder 2044
  • Abstimmungsbeteiligung lag bei 49,5 Prozent, Entscheidung über deutschen Bewerber am 26. September

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • 54,9 Prozent der Wähler lehnten die Olympiabewerbung ab
  • Kritische Meinungen über finanzielle Risiken und Belastungen für Bevölkerung und Umwelt
  • Einfluss des Ergebnisses auf Stadtentwicklung und Infrastrukturprojekte, die ohne Olympia weiterverfolgt werden sollen

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Bewerbung um die Olympischen Spiele wird zurückgezogen.
  • Stadtentwicklung und Infrastrukturprojekte werden mit "aller Kraft" fortgesetzt.
  • Positive Energie der Bewerbung wird für die Bewegungsförderung von Kindern und Jugendlichen genutzt.
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH