DIMR hält Hausdurchsuchungen wegen Hass im Netz für legitim

8. Dezember 2025

Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung

Menschenrechte und Rechtspolitik in Berlin

() – Das Deutsche Institut für Menschenrechte (DIMR) hält Hausdurchsuchungen wegen Hasskommentaren im Netz grundsätzlich für legitim.

Bei der Empfehlung des Instituts im neuen Menschenrechtsbericht, „entschieden mit rechtsstaatlichen Mitteln gegen Hetze und Gewalt vorzugehen“, gehe es darum, deutlich zu machen, dass die Meinungsfreiheit Grenzen habe, sagte DIMR-Direktorin Beate Rudolf am Montag in Berlin auf Anfrage der . „Das ist im Grundgesetz und in den internationalen Menschenrechten klar verankert, insbesondere der Schutz der Persönlichkeitsrechte, der Ehre anderer.“

„Insofern sind Strafnormen nicht nur legitim, sondern sind auch Ausdruck der Schutzpflicht, die der Staat hat.“ Ansonsten müsse man sich die konkreten Fälle anschauen. „Hausdurchsuchungen sind ja ein Mittel, was erst dann eingesetzt wird, wenn tatsächlich auch andere Mittel nicht zum Erfolg führen.“

Man müsse sich jeden einzelnen Fall auch genau ansehen: „Um welche Art der Beleidigung beispielsweise geht es? Gegen wen richtet sie sich? Ist es eine Beleidigung, die genau auch den Rechtsstaat und die Demokratie angreift?“ Wenn es darum gehe, Politiker aus dem öffentlichen Raum verdrängen zu wollen, Journalisten einzuschüchtern oder Menschen, die sich engagieren, zu verdrängen, dann seien das „schwerwiegende Beeinträchtigungen“, die über den Einzelfall auch hinausgehen. „Da geht es auch um den Schutz des Rechtsstaates, und in solchen Fällen können eben auch Hausdurchsuchungen angemessen sein“, sagte Rudolf. Sie sehe aber „durchaus eine Zurückhaltung der Strafverfolgungsbehörden“ in der Frage.

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Das DIMR veröffentlichte am Montag ihren zehnten Bericht an den Bundestag über die Entwicklung der Menschenrechtssituation. Dieser wird seit 2016 jährlich erstellt und erfasst diesmal den Zeitraum vom 1. Juli 2024 bis zum 30. Juni 2025. Ein Schwerpunkt bei der Teilhabe junger Menschen.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Menschenrechtsbericht des DIMR am 08.12.2025

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Hausdurchsuchungen wegen Hasskommentaren im Netz werden als legitim erachtet.
  • DIMR empfiehlt, entschieden mit rechtsstaatlichen Mitteln gegen Hetze und Gewalt vorzugehen.
  • Neuer Menschenrechtsbericht erfasst den Zeitraum vom 1. Juli 2024 bis 30. Juni 2025 mit Schwerpunkt auf der Teilhabe junger Menschen.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Zielgruppen: Allgemeine Öffentlichkeit, Politik, Journalisten, junge Menschen
  • Regionen: Deutschland
  • Zeitraum: 1. Juli 2024 bis 30. Juni 2025

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Legitimität von Hausdurchsuchungen wegen Hasskommentaren im Netz
  • Schutzpflicht des Staates gegenüber Persönlichkeitsrechten und Ehre anderer
  • Schwerwiegende Beeinträchtigungen der Rechtsstaatlichkeit und Demokratie durch gezielte Angriffe auf Politiker, Journalisten und Engagierte

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Durchführung von Hausdurchsuchungen bei Hasskommentaren im Netz als legitimes Mittel
  • Empfehlung, entschieden mit rechtsstaatlichen Mitteln gegen Hetze und Gewalt vorzugehen
  • Analyse konkreter Fälle zur Bestimmung der Angemessenheit von Maßnahmen

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