NRW-Justizminister will "Femizid" als neues Mordmerkmal
Nordrhein-Westfalen - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung
Gesellschaft: Femizid als Mordmerkmal in NRW
Düsseldorf () – NRW-Justizminister Benjamin Limbach (Grüne) plädiert dafür, „Femizid“ als neues Mordmerkmal einzuführen – gleichwertig etwa mit den Merkmalen Heimtücke, Habgier oder niedere Beweggründe.
„Es geht bei einem Femizid um eine Form der Machtausübung in allerschlimmster Form“, begründete Limbach dies der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe). „Wenn eine Frau sich trennen oder eine Tochter ihren Freund frei wählen will, und ein Mann meint, dass es ihm zusteht, ihr Leben eher zu beenden, als das zuzulassen: Daraus spricht eine solche Niedertracht, solch eine Schwere an Kriminalität, dass das gleichwertig ist mit anderen Mordmerkmalen wie Heimtücke oder Habgier.“
Der Täter mache sich zum Herren über Leben und Tod und die Frau zum Objekt, so Limbach.
„Ich finde es gerechtfertigt, das mit der höchsten Strafe zu belegen, die wir vorsehen. Es gibt diese Überlegung auf Bundes- und Länderebene, und ich unterstütze sie.“
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Das Strafgesetzbuch in einer Bibliothek (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Einführung des Mordmerkmals "Femizid"
- Gleichwertig zu bestehenden Mordmerkmalen wie Heimtücke und Habgier
- Unterstützung durch NRW-Justizminister Benjamin Limbach
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Zielgruppe: Frauen, die Opfer von Femizid werden könnten
- Region: Nordrhein-Westfalen, möglicherweise Auswirkungen auf Bundesebene
- Zeitpunkt: Aktuelle Diskussion, keine spezifischen Fristen oder Zahlen genannt
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Einführung des Begriffs "Femizid" als Mordmerkmal
- Femizid als Ausdruck extremer Machtausübung und Kontrolle
- Gleichstellung mit anderen Mordmerkmalen wie Heimtücke oder Habgier
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Einführung des Begriffs "Femizid" als neues Mordmerkmal
- Höchste Strafe für Täter, die Frauen aufgrund von Machtausübung töten
- Unterstützung der Überlegungen auf Bundes- und Länderebene
- Türmer fordert Abschaffung der Beitragsbemessungsgrenze - 21. April 2026
- Aufnahmezusagen für Afghanen beschäftigen zunehmend Karlsruhe - 21. April 2026
- Ethikrat-Chef fordert Ende der Strafbarkeit von Schwarzfahren - 21. April 2026


