Bundesjugendring lehnt Wiedereinführung der Wehrpflicht ab

6. November 2025

Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesellschaftliche Perspektiven zur Wehrpflicht in Berlin

() – Die Vorsitzende des Deutschen Bundesjugendringes, Daniela Broda, lehnt eine Wiedereinführung der Wehrpflicht ab.

„Junge Menschen leisten einen erheblichen Beitrag zum Gemeinwohl – in Jugendverbänden, Freiwilligendiensten, Rettungsorganisationen oder Initiativen“, sagte Broda, die am Montag als Sachverständige an der Bundestags-Anhörung zum geplanten Wehrdienstgesetz teilnehmen soll, dem „Redaktionsnetzwerk “ (Donnerstagausgaben). „Sie tragen bereits heute Verantwortung für die Gesellschaft, ohne dass man sie dazu verpflichten müsste. Junge Menschen `schulden` der Gesellschaft auch nichts, nur weil sie jung sind.“ Eine weitsichtige Sicherheitsarchitektur richte den Blick im Übrigen „nicht auf kurzfristige Rekrutierungsquoten oder die Wiederbelebung überholter Strukturen, sondern auf die Entwicklung zukunftsfähiger und widerstandsfähiger Systeme“, so Broda.

Aus Sicht des Bundesjugendringes bleibe der vorliegende Gesetzentwurf hinter den Maßstäben einer modernen und generationengerechten Sicherheitsarchitektur zurück, kritisierte sie. „Während der Entwurf Freiwilligkeit betont, lassen politische Begründungen und Formulierungen – etwa zur `Verfügbarkeit` junger Jahrgänge – erkennen, dass tatsächlich eine verpflichtende Struktur vorbereitet wird. Diese Diskrepanz und die daraus resultierende Unsicherheit für die persönliche Lebensplanung junger Menschen untergräbt Vertrauen. Sie vermittelt den Eindruck, staatliche Planungssicherheit werde über individuelle Selbstbestimmung gestellt – und das in einer Lebensphase, die ohnehin durch hohe gesellschaftliche und persönliche Belastungen gekennzeichnet ist.“

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Junge Menschen stünden heute zudem unter einem erheblichen Druck. Sie trügen weiterhin die Folgen der Corona-Pandemie, die gerade ihre Bildungs- und Entwicklungschancen massiv eingeschränkt habe, erklärte die Vorsitzende des Bundesjugendringes. Psychische Belastungen und Zukunftssorgen nähmen zu, weil globale Krisen, der Klimawandel und ökonomische Entwicklungen zusätzliche Instabilität erzeugten. In dieser komplexen Gegenwart, in der Stabilität und Orientierung ohnehin rar seien, wögen staatliche Eingriffe in individuelle Lebensentscheidungen umso schwerer.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Bundeswehr-Helme (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Daniela Broda lehnt eine Wiedereinführung der Wehrpflicht ab.
  • Der Gesetzentwurf des Wehrdienstgesetzes bleibt hinter modernen Sicherheitsstandards zurück.
  • Junge Menschen erfahren Druck durch Corona-Pandemie und globale Krisen, was ihre Lebensplanung belastet.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • betrifft junge Menschen
  • betrifft Deutschland
  • stärkt unabhängige gesellschaftliche Engagements und Selbstbestimmung, während staatliche Eingriffe in Lebensentscheidungen kritisiert werden

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Ablehnung der Wehrpflicht aufgrund des Engagements junger Menschen in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen.
  • Sorge um die Diskrepanz zwischen betonter Freiwilligkeit und vorbereitenden Anzeichen für eine verpflichtende Struktur.
  • Hoher Druck auf junge Menschen durch Folgen der Corona-Pandemie, psychische Belastungen und globale Krisen.

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Es gibt Bestrebungen, eine verpflichtende Struktur für junge Menschen vorzubereiten.
  • Der Gesetzentwurf wird als unzureichend für eine moderne Sicherheitsarchitektur kritisiert.
  • Junge Menschen stehen unter erhöhtem Druck durch verschiedene gesellschaftliche und persönliche Belastungen.
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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