Schneider plant Gesetz gegen Fast-Fashion-Müll

10. Januar 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Umweltpolitik in Berlin: Maßnahmen gegen Fast Fashion

() – Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) hat einen Gesetzentwurf angekündigt, um Hersteller von billigen Wegwerf-Kleidungsstücken an den Entsorgungskosten zu beteiligen. Er wolle „ein Textilgesetz machen, das gegen das Entsorgungsproblem hilft“, sagte Schneider der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe).

„Ich will erreichen, dass die Hersteller sich an den Entsorgungskosten beteiligen müssen. Alle, die bei uns Kleidung verkaufen wollen, müssen sich registrieren und ihren Anteil für die ordnungsgemäße Entsorgung zahlen“, erläuterte Schneider. „Damit würden die Preise für solche Fast-Fashion-Produkte etwas steigen. Vor allem gibt es dann aber neue Finanzquellen für Recycling und Entsorgung von Altkleidern. Ich will den Gesetzentwurf bis zum Sommer vorlegen“, sagte der SPD-Politiker.

„Auch bei uns in führt Fast Fashion zu einem extremen Müllproblem“, so Schneider. „Unser über Jahrzehnte bestehendes System der Altkleidersammlung funktioniert nicht mehr. Die Container werden mit dem Billigklamottenberg überfüllt und die Betreiber werden ihn nicht mehr los.“

Vielen Konsumenten sei das Problem gar nicht bewusst. „Dabei sind die Folgen dieser Bestell-und-Wegwerf-Mentalität wirklich dramatisch. Der wichtigste Teil der Lösung ist, weniger von diesen Billigpaketen aus zu kaufen“, mahnte Schneider. „Darum hat Finanzminister Klingbeil jetzt mit seinen EU-Kollegen einen Zoll-Aufschlag von drei Euro pro Paket beschlossen.“

Er wies in dem Zusammenhang auch auf die prekären Arbeitsbedingungen in den Produktionsländern hin. „Man kann kein T-Shirt für fünf Euro in Deutschland verkaufen, das unter ordentlichen Arbeits- und Umweltbedingungen hergestellt wurde. Und dann kann man es im Zweifel nicht mal waschen, ohne dass das Ding kaputtgeht“, sagte Schneider.

Siehe auch:  Grenzkontrollen haben bislang über 140 Millionen Euro gekostet
Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Sammelcontainer für Altkleider (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Bundesumweltminister Carsten Schneider plant ein Textilgesetz zur Beteiligung der Hersteller an den Entsorgungskosten.
  • Hersteller müssen sich registrieren und einen Anteil für die ordnungsgemäße Entsorgung zahlen.
  • Finanzminister Klingbeil hat einen Zoll-Aufschlag von drei Euro pro Paket für Billigkleidung aus China beschlossen.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Hersteller von billigen Wegwerf-Kleidungsstücken müssen sich an Entsorgungskosten beteiligen
  • Gesetzentwurf soll bis zum Sommer 2024 vorgelegt werden
  • Zielgruppe sind Konsumenten in Deutschland; problematische Fast-Fashion führt zu extremen Müllproblemen

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Hersteller von Wegwerf-Kleidungsstücken sollen an Entsorgungskosten beteiligt werden.
  • Extremes Müllproblem durch Fast Fashion in Deutschland.
  • Unbewusstsein der Konsumenten über dramatische Folgen der Bestell-und-Wegwerf-Mentalität.

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Gesetzentwurf für Entsorgungskostenbeteiligung von Herstellern von Wegwerf-Kleidung angekündigt
  • Registrierungspflicht für Verkäufer von Kleidung zur Sicherstellung der Entsorgungskosten
  • Einführung eines Zoll-Aufschlags von drei Euro pro Paket für Fast Fashion aus China

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