Modeindustrie will bei Textilgesetz beteiligt werden

13. Januar 2026

Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaft: Textilindustrie fordert Dialog in Berlin

() – Der Gesamtverband der Textil- und Modeindustrie erwartet von der Bundesregierung bei der Entwicklung eines neuen Textilgesetzes eine Zusammenarbeit mit den deutschen Herstellern.

Das sagte der Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbandes, Uwe Mazura, der „Rheinischen Post“ (Dienstag) und bezog sich dabei auf die Pläne von Umweltminister Carsten Schneider (SPD). Dieser will künftig die Hersteller von Fast-Fashion-Kleidung an den Entsorgungskosten beteiligen.

„Deutsche Qualitätshersteller und Modemarken pauschal für diese Abfallströme in Haftung zu nehmen, wäre ein Irrwitz“, sagte Mazura. „Wenn Hersteller zur Kasse gebeten werden sollen, dann müssen sie auch mitbestimmen, wie die sogenannte Erweiterte Herstellerverantwortung umgesetzt wird.“ Deswegen freue sich der Verband auf den Dialog mit dem Umweltminister. „Unsere Unternehmen haben nämlich das Wissen, das Know-how und die Fähigkeiten, nachhaltig und in Kreisläufen zu denken und zu handeln“, sagte Mazura. „Hier muss die Bundesregierung ihrer eigenen Industrie den Rücken stärken, anstatt dem textilen Mittelstand immer neue Hürden in den Weg zu stellen und neue Kosten zu produzieren.“

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Modeartikel-Geschäft (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Gesamtverband der Textil- und Modeindustrie fordert Zusammenarbeit mit der Bundesregierung bei neuem Textilgesetz.
  • Umweltminister Carsten Schneider plant Beteiligung der Hersteller von Fast-Fashion an Entsorgungskosten.
  • Der Verband betont die Notwendigkeit, deutsche Qualitätshersteller nicht pauschal für Abfallströme haftbar zu machen.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betrifft deutsche Hersteller von Fast-Fashion-Kleidung
  • Forderung nach Zusammenarbeit mit der Bundesregierung
  • Zeitrahmen nicht spezifiziert, aber Bezug auf zukünftige Gesetzgebung

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Zusammenarbeit mit deutschen Herstellern gefordert
  • Haftung deutscher Qualitätshersteller für Abfallströme als ungerecht angesehen
  • Notwendigkeit der Mitbestimmung bei Umsetzung der Herstellerverantwortung betont

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Zusammenarbeit mit deutschen Herstellern bei Entwicklung des neuen Textilgesetzes
  • Hersteller von Fast-Fashion-Kleidung sollen an Entsorgungskosten beteiligt werden
  • Dialog und Mitbestimmung der Hersteller zur Umsetzung der erweiterten Herstellerverantwortung
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH