US-Börsen leicht positiv – Machtkampf zwischen Trump und Fed

12. Januar 2026

Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaft News aus New York

New York () – Die US-Börsen haben am Montag leichte Zugewinne verzeichnet. Zu Handelsende in New York wurde der Dow mit 49.590 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,2 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag.

„US-Präsident Trump hat zu einem Zeitpunkt den Kampf gegen Fed-Chef Powell wieder aufgenommen, als nach der monatelangen Pause die Mehrheit an der Börse das Thema bereits abgehakt hatte“, sagte Christine Romar, Head of Europe bei CMC Markets. „Die US-Staatsanwaltschaft leitet gegen den obersten Geldpolitiker eine strafrechtliche Untersuchung ein und der Beklagte schlägt zurück. Der Kampf um die Zinsen eskaliert auf Kosten der Unabhängigkeit der Notenbank. Mehr als je zuvor steht die Frage im Raum, ob die Geldpolitik in den kommenden Monaten und Jahren eher von Fakten und konjunkturellen Bedingungen bestimmt wird oder doch die Politik darüber entscheidet, wie hoch die Leitzinsen sind.“

„Möglichen Erleichterungen bei den Finanzierungskosten steht damit eine Willkür und ein Außerkontrollgeraten der Inflation gegenüber. Wofür die meisten Investoren plädieren, zeigen sie heute durch ihre Verkäufe von amerikanischen Aktien, aber auch Staatsanleihen. Sie fordern höhere Zahlungen als Ausgleich für das zusätzliche Risiko eines Landes, dessen Regierung und Zentralbank in offenem Konflikt stehen. Die steigenden Zinsen verdeutlichen auch die Sorge, wie weit das Weiße Haus gehen würde, um die Notenbank zur Senkung der Kreditkosten zu zwingen, während die Inflation weiter hartnäckig über dem Zielwert der Zentralbank von zwei Prozent liegt“, sagte Romar.

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Die europäische Gemeinschaftswährung war am Montagabend stärker: Ein Euro kostete 1,1665 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8573 Euro zu haben.

Der Goldpreis konnte deutlich profitieren, am Abend wurden für eine Feinunze 4.596 US-Dollar gezahlt (+1,9 Prozent). Das entspricht einem Preis von 126,67 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagabend gegen 22 Uhr deutscher Zeit 63,91 US-Dollar, das waren 57 Cent oder 0,9 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Wallstreet in New York

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Dow Jones schloss bei 49.590 Punkten (+0,2%)
  • Euro kostete 1,1665 US-Dollar
  • Goldpreis stieg auf 4.596 US-Dollar pro Feinunze (+1,9%)

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • US-Börsen, insbesondere Dow, S&P 500, Nasdaq, betroffen durch politische und wirtschaftliche Unsicherheiten
  • Investoren, die Aktien und Staatsanleihen verkaufen, um Risikoausgleich zu fordern
  • Erhöhung der Inflation über 2% und möglicherweise steigende Zinsen als zentrale Themen in den kommenden Monaten

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Konflikt zwischen US-Präsident Trump und Fed-Chef Powell über Geldpolitik
  • Strafrechtliche Untersuchung gegen den Fed-Chef durch die US-Staatsanwaltschaft
  • Sorgen der Investoren über politische Einflussnahme auf die Zinspolitik und Inflation

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

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