Thüringer Ministerin fordert stabile Rahmenbedingungen für Landwirtschaft
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Landwirtschaft und Nachhaltigkeit in Thüringen
Erfurt () – Thüringens Landwirtschaftsministerin Colette Boos-John hat zum Auftakt der Grünen Woche in Berlin eine nachhaltige Unterstützung und stabile Rahmenbedingungen für die deutsche Landwirtschaft angemahnt. Sie forderte, den Wert einer unabhängigen Lebensmittelproduktion stärker in den Fokus der Gesellschaft zu rücken.
Eine stabile und zuverlässige Versorgung mit Lebensmitteln sei kein Selbstläufer, sagte die Ministerin am Donnerstag. Landwirtschaft sei systemrelevant, stehe aber im Zeichen geopolitischer Unsicherheiten.
Der Freistaat Thüringen stellt in diesem Jahr rund 290 Millionen Euro aus Landes-, Bundes- und EU-Mitteln zur Unterstützung der Landwirtschaft bereit.
Die Gelder fließen in die Investitionsförderung landwirtschaftlicher Unternehmen, verbesserte Haltungsbedingungen für Nutztiere, Maßnahmen des Landschaftsschutzes, den ökologischen Landbau oder die Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse. Aktuell sei die Situation vieler Betriebe allerdings angespannt, sagte Boos-John weiter.
Sorgen bereite der Ministerin insbesondere die Zukunft der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik ab 2028, aus der auch in Thüringen wichtige Förderprogramme finanziert werden.
Nach aktuellen Plänen der EU-Kommission seien Kürzungen von gut 90 Milliarden Euro jährlich zu befürchten. Zudem stünden neue Umwelt-, Tierwohl- und Kennzeichnungsauflagen ins Haus.
Auf der Grünen Woche ist Thüringen in diesem Jahr mit 74 Ausstellern auf einem knapp 1.900 Quadratmeter großen Gemeinschaftsstand vertreten.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Colette Boos-John |
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