Grüne wollen härteres Vorgehen gegen Schrottimmobilien
Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung
Politik: Kampf gegen Schrottimmobilien in Berlin
Berlin () – Die Grünen haben die Bundesregierung aufgefordert, gegen sogenannte Schrottimmobilien vorzugehen. „Wenn Eigentümer ihre Immobilien systematisch verkommen lassen, sind die Folgen für die Mieter dramatisch“, sagte Fraktionsvorsitzende Katharina Dröge der „Rheinischen Post“ (Freitagausgabe). „Das Leben mit Schimmel, kaputten Heizungen oder sogar Ungeziefer in der Wohnung ist für Mieter in Schrottimmobilien Alltag.“
Das dürfe nicht so weitergehen. „Es muss Schluss sein mit dem Prinzip: maximaler Profit, minimale Verantwortung. Die Bundesregierung muss endlich gegen das Problem der Schrottimmobilien vorgehen, um den Zustand verwahrloster Immobilien zu verbessern und endlich für menschenwürdiges Wohnen zu sorgen“, so Dröge.
Schrottimmobilien, die „jahrelang vor sich hin modern“, wirkten „wie Gift für das Vertrauen in die Problemlösungsfähigkeit der Kommunen und des Staates insgesamt“, sagte die Grünen-Politikerin Sylvia Rietenberg. „Das darf nicht sein und gefährdet unsere Demokratie.“
Dazu gehörte ein Ausbau der städtebaulichen Gebote. „Vor- und Ankaufsrechte müssen zu einem echten Instrument kommunaler Gestaltungsmacht werden“, so Rietenberg, die Mitglied im Ausschuss für Wohnen, Stadtentwicklung, Bauwesen und Kommunen ist. „Bislang sind sie nur viel zu selten anwendbar, mit rechtlichen Risiken behaftet und darüber hinaus müssten die Kommunen meistens viel zu hohe Spekulationspreise bezahlen.“
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Leerstehende Häuser (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Grüne fordern von der Bundesregierung Maßnahmen gegen Schrottimmobilien.
- Vorschlag zum Ausbau städtebaulicher Gebote und Verbesserung der kommunalen Gestaltungsmacht.
- Notwendigkeit, rechtliche Risiken und hohe Spekulationspreise für Kommunen zu reduzieren.
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Zielgruppe: Mieter in Schrottimmobilien
- Auswirkungen: Leben mit Schimmel, kaputten Heizungen, Ungeziefer
- Handlungsaufforderung an die Bundesregierung zur Verbesserung des Wohnzustands und der kommunalen Gestaltungsmacht
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Missmanagement von Eigentümern lässt Immobilien verkommen
- Drastische Lebensbedingungen für Mieter (Schimmel, kaputte Heizungen, Ungeziefer)
- Vertrauensverlust in die Problemlösungsfähigkeit von Kommunen und Staat
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Bundesregierung soll gegen Schrottimmobilien vorgehen
- Ausbau der städtebaulichen Gebote und Vor- sowie Ankaufsrechte stärken
- Sicherstellen menschenwürdigen Wohnens und Vermeidung von Verwahrlosung
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