Saarland stoppt Abschiebungen in den Iran für drei Monate
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Politik im Saarland: Abschiebestopp in den Iran
Saarbrücken () – Das Saarland hat Abschiebungen in den Iran vorläufig ausgesetzt. Die Landesregierung hat einen befristeten Abschiebestopp für drei Monate angeordnet, wie das Innenministerium in Saarbrücken am Montag mitteilte.
Die Maßnahme gilt bis zum 19. April und wird mit der angespannten menschenrechtlichen Lage im Iran begründet.
Innenminister Reinhold Jost (SPD) betonte, dass weiterhin Recht und Gesetz durchgesetzt würden, Humanität und Rechtsstaatlichkeit aber untrennbar zusammengehörten. Der Stopp gelte als Zeichen der Solidarität mit der Bürgerrechtsbewegung im Iran.
Ausgenommen von der Regelung sind Gefährder, schwere Straftäter und Personen, bei denen ein besonders schwerwiegendes Ausweisungsinteresse besteht.
Praktische Auswirkungen hat die Entscheidung im Saarland vorerst nicht. In den vergangenen Jahren seien keine Abschiebungen in den Iran durchgeführt worden, und auch aktuell stünden keine entsprechenden Maßnahmen an, so das Ministerium.
Die Landesregierung will die Entwicklung weiter beobachten und sich verantwortungsvoll positionieren.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Anti-Iran-Protest (Archiv) |
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