Hamburger Koalition fordert Medienabgabe für große Online-Plattformen

26. Januar 2026

Hamburg - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung

Hamburg: Medienfinanzierung durch digitale Plattformen

() – Die rot-grüne Koalition in Hamburg setzt sich auf Bundesebene für eine Abgabe großer digitaler Plattformen wie Meta oder TikTok ein. Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen wollen, dass sich diese Unternehmen an der Finanzierung der medialen Infrastruktur beteiligen, teilten die medienpolitischen Sprecher Hansjörg Schmidt (SPD) und René Gögge (Grüne) am Montag mit. Über einen entsprechenden Antrag entscheidet die Bürgerschaft am 28. Januar.

Schmidt erklärte, freie und vielfältige Medien seien unverzichtbar für die Demokratie, stünden aber wirtschaftlich unter Druck.

Große, überwiegend nicht-europäische Plattformunternehmen erzielten mit journalistischen Inhalten hohe Umsätze, ohne angemessen zur Finanzierung beizutragen. Die geplanten Mittel sollen transparent und unter Wahrung der Staatsferne eingesetzt werden, um vor allem lokale und regionale Medien zu stärken.

Für eine dauerhafte Wirkung brauche es eine internationale Koordinierung auf OECD-Ebene.

Gögge kritisierte, die Tech-Giganten erzielten in gewaltige Umsätze, zahlten aber kaum Steuern. Es sei ungerecht, dass sie nichts von ihren riesigen Gewinnen an die Gesellschaft zurückgäben.

Die Einnahmen aus der Plattformabgabe müssten zweckgebunden in den Erhalt der vielfältigen Medienlandschaft fließen. Die Bundesregierung stehe in der Pflicht, diese Abgabe zu ermöglichen und so für mehr Fairness zu sorgen.

Siehe auch:  Wetterbericht für Baden-Württemberg (20.02.2026)

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: TikTok-Logo (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Hamburgs rot-grüne Koalition will eine Abgabe für große digitale Plattformen wie Meta und TikTok einführen.
  • Antrag zur Abgabe wird am 28. Januar von der Bürgerschaft behandelt.
  • Einnahmen sollen zweckgebunden zur Stärkung lokaler und regionaler Medien verwendet werden.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betrifft große digitale Plattformen wie Meta und TikTok
  • Zielgruppen sind lokale und regionale Medien in Deutschland
  • Entscheidung über den Antrag in der Bürgerschaft am 28. Januar

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Dringlichkeit zur finanziellen Unterstützung der medialen Infrastruktur
  • Ungleichgewicht zwischen hohen Umsätzen der Plattformen und minimalen Steuerbeiträgen
  • Notwendigkeit zur Stärkung lokaler und regionaler Medien durch gezielte Mittelverwendung

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Herbeiführung einer Abgabe für große digitale Plattformen wie Meta oder TikTok auf Bundesebene
  • Antrag zur Finanzierung der medialen Infrastruktur wird am 28. Januar in der Bürgerschaft entschieden
  • Mittel sollen transparent verwendet werden, um lokale und regionale Medien zu stärken

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