Europaministerin fordert rasche Anwendung des Mercosur-Abkommens

30. Januar 2026

Regional - Schleswig-Holstein - aktuelle Fakten und Einordnung

EU-Handelsabkommen und Landwirtschaft in Kiel

() – Europaministerin Cornelia Schmachtenberg hat im Landtag für eine zügige Umsetzung des umstrittenen EU-Mercosur-Handelsabkommens geworben. Sie bezeichnete die jüngste Ablehnung durch das Europäische Parlament als „fatal“ und warnte vor einem Signal der Unzuverlässigkeit, teilte das Ministerium für Landwirtschaft, ländliche Räume, Europa und Verbraucherschutz mit.

Das Abkommen sei eine strategische Entscheidung für einen starken und unabhängigen Kontinent in unsicheren Zeiten.

Die Ministerin räumte dabei die sensiblen Sorgen der Landwirtschaft ein, etwa bei Produkten wie Rindfleisch oder Zucker. Sie verwies jedoch auf ausgehandelte Schutzmechanismen wie begrenzte Zollkontingente und Schutzklauseln.

So liege die Obergrenze für Rindfleischimporte aus den Mercosur-Staaten bei 1,5 Prozent der EU-Produktion, für Schweinefleisch bei 0,1 Prozent. Zudem würden die Kontrollen für Lebensmittelsicherheit verschärft.

Schmachtenberg betonte die Chancen des Abkommens für Exporte, etwa bei Milchprodukten oder Wein.

Europa müsse als starker und verlässlicher Partner wahrgenommen werden, der geschlossen handle und Verantwortung übernehme. Das Abkommen biete mehr Sicherheit und klare Regeln als ein unregulierter Handel.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Hafen von Rio de Janeiro (Archiv)

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  • Europaministerin Schmachtenberg wirbt für zügige Umsetzung des EU-Mercosur-Handelsabkommens.
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  • Europäische Union, Mercosur-Staaten
  • Landwirtschaft, insbesondere Rindfleisch und Zucker
  • Rindfleischimporte: 1,5 % der EU-Produktion; Schweinefleischimporte: 0,1 % der EU-Produktion

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  • EU-Mercosur-Handelsabkommen als strategische Entscheidung
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  • Umsetzung des EU-Mercosur-Handelsabkommens vorantreiben
  • Schutzmechanismen und Kontrollen für landwirtschaftliche Produkte verstärken
  • Stärkung der Exporte, insbesondere bei Milchprodukten und Wein

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