Günther-Wünsch stellt Pläne für mehr Kinderschutz vor
Berlin - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung
Kinderschutzmaßnahmen in Berlin erweitert
Berlin () – Die Berliner Senatsverwaltung für Bildung hat ein Maßnahmenpaket zum Ausbau des Kinderschutzes vorgestellt. Senatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU) sagte am Mittwoch, dass besonders belastete Kinder und Jugendliche künftig durch zusätzliche spezialisierte Plätze, neue Flexwohnungen und verbesserte psychologische Versorgung unterstützt werden sollen.
Im Mittelpunkt stehen vier Schwerpunkte: die Stärkung der stationären Jugendhilfe, Reformen in der Pflegekinderhilfe, der Ausbau des Berliner Notdienstes Kinderschutz sowie ein neues psychologisches Beratungsangebot.
Ab diesem Jahr wird das Platzausbauprogramm mit 1,4 Millionen Euro im Doppelhaushalt fortgeführt und verstärkt. Bereits 2024/2025 waren rund 5 Millionen Euro für 79 neue Plätze bereitgestellt worden, darunter 28 für junge Menschen mit komplexem Hilfebedarf und 18 für akute Krisensituationen.
Neu sind drei Flexwohnungen mit Intensivplätzen für Jugendliche an der Schnittstelle zur Psychiatrie, die kein Gruppensetting vertragen. In der Pflegekinderhilfe gilt seit 2026 eine neue Zuständigkeitsregel: Nach zwei Jahren übernimmt das Jugendamt am Wohnort der Pflegeeltern die Begleitung.
Zudem erhalten Pflegeeltern bei Aufnahme eines Kindes unter sechs Jahren einen elterngeldähnlichen Startbonus von 924 Euro monatlich, durch den bereits 76 neue Pflegestellen entstanden sind.
Der Berliner Notdienst Kinderschutz (BNK) wurde personell auf insgesamt 171,01 Vollzeitstellen ausgebaut und um neue spezialisierte Außenstellen erweitert. Der BNK hält berlinweit 51 Plätze mit Aufnahmeverpflichtung vor und nahm 2025 insgesamt 1.354 Kinder und Jugendliche in Obhut.
Seit diesem Jahr bietet zudem das Projekt KOMPASS der Psychologischen Hochschule Berlin psychisch stark belasteten 14- bis 21-Jährigen im betreuten Wohnen kurzfristige, kostenfreie psychotherapeutische Beratung an. Mit einem Budget von rund 200.000 Euro jährlich sollen etwa 120 junge Menschen erreicht werden.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Katharina Günther-Wünsch (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Maßnahmenpaket zum Ausbau des Kinderschutzes in Berlin vorgestellt
- Platzausbauprogramm mit 1,4 Millionen Euro für 2023 fortgeführt; 5 Millionen Euro für 79 neue Plätze in 2024/2025
- Pflegeeltern erhalten 924 Euro monatlich als Startbonus bei Aufnahme eines Kindes unter sechs Jahren
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Betroffene: Kinder und Jugendliche, insbesondere belastete Gruppen und solche mit komplexem Hilfebedarf
- Regionen: Berlin
- Zahlen/Fristen: 1,4 Millionen Euro für Ausbau 2023, 5 Millionen Euro für 79 neue Plätze 2024/2025, neuer Startbonus von 924 Euro für Pflegeeltern ab 2026, 171,01 Vollzeitstellen im BNK, 1.354 Kinder und Jugendliche in Obhut 2025, 200.000 Euro Budget für KOMPASS jährlich, 120 junge Menschen jährlich zu erreichen
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Ausbau und Verbesserung des Kinderschutzes in Berlin
- Unterstützung von Kindern und Jugendlichen mit komplexem Hilfebedarf
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Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Ausbau des Platzausbauprogramms mit 1,4 Millionen Euro im Doppelhaushalt für spezialisierte Plätze
- Einführung neuer Flexwohnungen mit Intensivplätzen für Jugendliche an der Schnittstelle zur Psychiatrie
- Personeller Ausbau des Berliner Notdienstes Kinderschutz auf 171,01 Vollzeitstellen und Schaffung neuer Außenstellen
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