NRW-Verkehrsminister bei Infrastruktur-Gesetz gegen Parteilinie

6. März 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Verkehrspolitik in Nordrhein-Westfalen unter Diskussion

() – Das Infrastruktur-Zukunftsgesetz stößt bei den Grünen bisher eigentlich auf starke Ablehnung – nicht aber so beim grünen NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer.

„Es gibt einige gute Punkte, die vereinfachen und beschleunigen, wie die vorgesehene stärkere Digitalisierung bei Prozessen und Beteiligungsverfahren“, sagte er dem „Tagesspiegel“. So sei im Umweltrecht derzeit bei größeren Projekten ein Raumordnungsverfahren vorgesehen, gefolgt von einer Umweltverträglichkeitsprüfung. Das hält Krischer für unnötig: „Richtig ist, dass das zusätzliche Raumordnungsverfahren für die Schiene abgeschafft wird, weil es sich dort im Prinzip um eine Doppelprüfung handelt.“

Hilfreich findet der Landesverkehrsminister auch, dass Radwege zukünftig fester Teil des Neu- und Ersatzbaus von Straßenbrücken sein sollen. Andererseits sieht er in dem Gesetzesentwurf die Tendenz, Beteiligungsrechte ohne Not zu reduzieren. „Man kann den Eindruck gewinnen, dass es da nicht mehr um Beschleunigung geht, sondern darum, sondern darum, die Umweltverbände mit ihren absolut berechtigten Einwänden loszuwerden.“

In vielen Fällen seien es weder Umweltstandards noch Beteiligungsrechte, die Projekte verzögern. Stattdessen seien überlastete Verwaltungen oder komplexe Behördenzuständigkeiten über verschiedene politische Ebenen die Ursache. So würden Planungen der Länder durch den Bund „oft nur mit erheblichen Verzögerungen“ freigegeben. In anderen Fällen fehle dann oft das Geld, um mit baureifen Projekten beginnen zu können, so der grüne NRW-Verkehrsminister.

Siehe auch:  Chef von Verteidigungsausschuss rechnet mit baldiger Wehrpflicht
Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Oliver Krischer (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Oliver Krischer unterstützt die Abschaffung des zusätzlichen Raumordnungsverfahrens für Schienenprojekte.
  • Radwege sollen fester Bestandteil von Neu- und Ersatzbauten von Straßenbrücken werden.
  • Kritisiert wird die Tendenz zur Reduzierung von Beteiligungsrechten im Gesetzesentwurf.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betreffen: Nordrhein-Westfalen, insbesondere die Verkehrsbehörden, Umweltverbände
  • Stark: Digitalisierung von Prozessen, Einbindung von Radwegen in Bauprojekte
  • Zusätzliche Punkte: Kritik an der Reduzierung von Beteiligungsrechten, Verzögerungen durch überlastete Verwaltungen und fehlende Mittel

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Infrastruktur-Zukunftsgesetz stößt auf starke Ablehnung bei den Grünen, außer bei Oliver Krischer
  • Bevorzugte Digitalisierung und Abschaffung des Raumordnungsverfahrens zur Vereinfachung von Prozessen
  • Kritische Betrachtung der möglichen Reduzierung von Beteiligungsrechten und deren Auswirkungen auf Umweltverbände

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Stärkere Digitalisierung bei Prozessen und Beteiligungsverfahren einführen
  • Abolition des Raumordnungsverfahrens für die Schiene
  • Radwege als festen Bestandteil bei Neu- und Ersatzbau von Straßenbrücken integrieren

Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




4,2/5 (29 Bewertungen)
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH