Anteil von Mehrlingsgeburten sinkt auf niedrigsten Stand seit 1997

17. März 2026

Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesellschaft: Trends bei Mehrlingsgeburten in Deutschland

() – Die Geburt von Zwillingen, Drillingen oder Vierlingen ist ohnehin selten – und sie ist in in den letzten Jahren noch etwas seltener geworden. Im Jahr 2024 waren unter den 680.017 Geborenen 21.040 Mehrlingskinder – damit war jedes 32. Geborene ein Mehrlingskind (Anteil 3,1 Prozent), teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag mit. Der Anteil geht nach einem jahrzehntelangen Anstieg seit 2017 zurück und erreichte 2024 den niedrigsten Stand seit 1997.

Ein Grund für den jahrzehntelangen Anstieg war die Entwicklung der modernen Reproduktionsmedizin, bei der Frauen im Rahmen einer künstlichen Befruchtung oft mehrere Embryonen eingesetzt wurden. Inzwischen wird zunehmend nur ein Embryo eingesetzt, was zu weniger Mehrlingsschwangerschaften führt. 97,7 Prozent der Mehrlinge kamen im Jahr 2024 als Zwillinge zur Welt: 20 550 Zwillingskinder und 453 Drillingskinder wurden geboren sowie weitere Mehrlingskinder.

Die Wahrscheinlichkeit für eine Mehrlingsgeburt steigt mit dem Alter der Frau. Tatsächlich war hierzulande in den vergangenen 25 Jahren das Durchschnittsalter der Frauen, die Mehrlinge zur Welt brachten, stets etwa ein Jahr bis anderthalb Jahre höher als das Alter derer, die ein einzelnes Kind gebaren. Im Jahr 2024 waren Mütter von Mehrlingen bei der Geburt im Schnitt 32,9 Jahre alt, Mütter von einem Kind im Schnitt 31,8 Jahre.

Siehe auch:  Analyse: Hohe staatliche Nachfrage begünstigt Rüstungsinflation
Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Frauen mit Kleinkindern (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Im Jahr 2024 betrug der Anteil der Mehrlingskinder 3,1 Prozent, was den niedrigsten Stand seit 1997 darstellt.
  • 97,7 Prozent der Mehrlinge kamen als Zwillinge zur Welt.
  • Mütter von Mehrlingen waren 2024 im Durchschnitt 32,9 Jahre alt, während Mütter von Einzelkindern 31,8 Jahre alt waren.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • betrifft Frauen, die Mehrlingskinder gebären
  • 3,1 Prozent der Geborenen sind Mehrlingskinder (21.040 von 680.017)
  • Durchschnittsalter der Mütter bei Mehrlingsgeburt 32,9 Jahre, bei Einzelkindern 31,8 Jahre

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Rückgang der Mehrlingsgeburten in Deutschland seit 2017
  • Zunehmende Verwendung von Einzelembryotransfer in der Reproduktionsmedizin
  • Höheres Durchschnittsalter der Mütter von Mehrlingen im Vergleich zu Müttern von Einlingen

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Keine Angabe

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