Wirtschaft fürchtet Personal-Konkurrenz durch Bundeswehr

24. November 2025

Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung

Bundeswehr-Reform und wirtschaftliche Auswirkungen in Berlin

() – Wer künftig freiwillig zur Bundeswehr geht und sich für mindestens sechs Monate verpflichtet, soll einen Sold von monatlich 2.600 Euro erhalten. In der Wirtschaft wächst damit jedoch „die Sorge, dass sich schon mit dem freiwilligen, in jedem Fall aber mit einem möglichen künftig verpflichtenden Wehrdienst der Wettbewerb um die für die Wirtschaft dringend benötigten Fachkräfte zwischen Wirtschaft und öffentlichem Dienst weiter intensivieren wird“, sagte DIHK-Vize-Hauptgeschäftsführer Achim Dercks dem „Handelsblatt“.

Grundsätzlich könne die Wirtschaft das Ziel der Bundeswehr-Reform nachvollziehen. Wichtig sei es aber, „Wehrdienst, berufliche Bildung und Arbeitswelt ganzheitlich zu denken“. Fähigkeiten, die Soldaten bei der Truppe erwerben, „könnten ihnen bei der Rückkehr ins zivile Erwerbsleben nutzen – und damit den Wirtschaftsstandort“. Als Beispiel nannte Dercks Führerscheine, Zertifikate oder Berufsorientierungskurse.

Auch Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) fordert eine enge Abstimmung zwischen Regierung, Bundeswehr und Wirtschaft. Sinnvoll wären Kooperationsmodelle, die es Zeitsoldaten erleichtern, nach ihrer Dienstzeit in handwerkliche Berufe einzusteigen, sagte er dem „Handelsblatt“. So könne die Bundeswehr an Attraktivität gewinnen, ohne dass der Wirtschaft dringend benötigte Fachkräfte dauerhaft verloren gingen.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Bundeswehr-Soldaten (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Freiwillige Bundeswehrsoldaten mit mindestens sechsmonatiger Verpflichtung erhalten monatlich 2.600 Euro.
  • Wettbewerb um Fachkräfte zwischen Wirtschaft und Bundeswehr intensisiert sich.
  • Kooperationsmodelle für Zeitsoldaten zur leichteren Integration in handwerkliche Berufe werden gefordert.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Freiwillige Bundeswehrsoldaten, die sich für mindestens sechs Monate verpflichten, erhalten 2.600 Euro monatlich.
  • Wirtschaftliche Sorgen um Fachkräftemangel und Wettbewerb zwischen Bundeswehr und Unternehmen.
  • Bedarf an Kooperationsmodellen für den Übergang von Zeitsoldaten in handwerkliche Berufe.

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Wettbewerb um Fachkräfte zwischen Wirtschaft und Bundeswehr intensiviert sich
  • Wirtschaftsreform der Bundeswehr soll die Rückkehr ins zivile Erwerbsleben erleichtern
  • Notwendigkeit von Kooperationsmodellen zwischen Bundeswehr und Wirtschaft

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Einführung eines monatlichen Sold von 2.600 Euro für freiwillige Soldaten, die sich mindestens sechs Monate verpflichten.
  • Förderung von Kooperationsmodellen zwischen Regierung, Bundeswehr und Wirtschaft, um den Übergang von Zeitsoldaten in handwerkliche Berufe zu erleichtern.
  • Ganzheitliche Betrachtung von Wehrdienst, beruflicher Bildung und Arbeitswelt zur Unterstützung des Wirtschaftsstandorts.

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