Keine Ermittlungen gegen Merz wegen Stadtbild-Äußerungen
Politik - aktuelle Fakten und Einordnung
Politik in Berlin: Merz und Migration
Berlin () – Die Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zu „Problemen im Stadtbild“ im Zusammenhang mit Migration stellen laut Staatsanwaltschaft keine Volksverhetzung dar.
Es liege kein Anfangsverdacht gemäß Paragraf 152 Absatz 2 der Strafprozessordnung vor, das Verfahren sei deshalb eingestellt worden, teilte die Berliner Staatsanwaltschaft auf Tagesspiegel-Anfrage mit. Insgesamt hatte es mehr als 1.500 Strafanzeigen in ganz Deutschland gegen Merz gegeben.
Der CDU-Vorsitzende hatte am 14. Oktober gesagt, die Bundesregierung korrigiere frühere Versäumnisse in der Migrationspolitik und mache Fortschritte, „aber wir haben natürlich immer im Stadtbild noch dieses Problem, und deswegen ist der Bundesinnenminister ja auch dabei, jetzt in sehr großem Umfang auch Rückführungen zu ermöglichen und durchzuführen“. Später sagte er auf Nachfrage: „Fragen Sie mal Ihre Töchter, was ich damit gemeint haben könnte.“
„Die zur Anzeige gebrachten Äußerungen waren im Rahmen der strafrechtlichen Prüfung im Lichte des Grundrechts auf Meinungsfreiheit gemäß Artikel 5 Absatz 1 des Grundgesetzes zu betrachten“, teilte nun ein Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft mit und ergänzte: „Vor diesem Hintergrund ist den zur Anzeige gebrachten Äußerungen kein Aufstacheln zum Hass, kein Auffordern zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen und kein Angriff auf die Menschenwürde im Sinne des § 130 Abs. 1 des Strafgesetzbuches zu entnehmen.“
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Friedrich Merz am 22.11.2025 |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Keine Anzeichen für Volksverhetzung bei Äußerungen von Friedrich Merz festgestellt
- Verfahren von der Staatsanwaltschaft eingestellt aufgrund fehlenden Anfangsverdachts
- Über 1.500 Strafanzeigen gegen Merz in Deutschland eingegangen
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Betroffene: Friedrich Merz (CDU), Bundesregierung
- Regionen: Ganz Deutschland
- Zahl: Mehr als 1.500 Strafanzeigen
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Äußerungen von Friedrich Merz zur Migration und Stadtbild
- Über 1.500 Strafanzeigen gegen Merz
- Staatsanwaltschaft sieht keine Volksverhetzung, prüft im Rahmen der Meinungsfreiheit
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Staatsanwaltschaft hat Verfahren eingestellt, da kein Anfangsverdacht vorliegt.
- Über 1.500 Strafanzeigen gegen Merz in Deutschland wurden eingereicht.
- Bundesinnenminister arbeitet an Rückführungen im höheren Umfang.
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