DIW für Abschaffung der Spekulationsfrist bei Immobiliengewinnen

25. März 2026

Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung

Steuerreformvorschläge für Deutschland diskutiert

() – Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, hat die Bundesregierung aufgefordert, im Zuge einer großen Steuerreform die Privilegien für Vermögende bei der Erbschaftsteuer, der Grundsteuer und bei Immobiliengewinnen abzuschaffen.

„Es gibt kaum ein Land auf der Welt, das Arbeit stärker und gleichzeitig Vermögen geringer besteuert als „, sagte Fratzscher der „Rheinischen Post“ (Mittwochsausgabe). „Dieses Steuersystem richtet wirtschaftlichen Schaden an, vor allem, weil Menschen mit geringen und mittleren Einkommen ungewöhnlich stark durch Steuern und Abgaben belastet werden, was der Beschäftigung und damit dem Wachstum und der Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland schadet“, sagte der DIW-Präsident.

90 Prozent der Steuerzahler sollten entlastet, die oberen zehn Prozent dagegen stärker belastet werden, indem der Spitzensteuersatz auf 49 Prozent angehoben werde. „Eine große Steuerreform muss zudem Vermögen in Deutschland stärker in die Verantwortung nehmen. Vermögensbezogene Steuern in Deutschland betragen knapp ein Prozent der Wirtschaftsleistung, in , Großbritannien oder den USA betragen sie dagegen mehr als drei Prozent der Wirtschaftsleistung“, sagte Fratzscher.

Vermögen müssten künftig stärker besteuert werden, so der DIW-Chef. „Dies sollte durch eine Abschaffung der Privilegien und Freistellungen bei der Erbschaftsteuer geschehen, wie auch durch eine Abschaffung von Privilegien bei der Besteuerung von Immobiliengewinnen und bei der Grundsteuer.“ Immobiliengewinne bleiben in Deutschland zehn Jahre nach dem Erwerb steuerfrei.

Siehe auch:  Ifo: Staatsbürgerschaft durch Geburt reduziert Jugendkriminalität
Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: „Zu Verkaufen“-Schild (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Abschaffung von Privilegien für Vermögende bei Erbschaftsteuer, Grundsteuer und Immobiliengewinnen gefordert.
  • Anhebung des Spitzensteuersatzes auf 49 Prozent für die oberen zehn Prozent.
  • Vermögensbezogene Steuern in Deutschland sollen steigen, derzeit unter ein Prozent der Wirtschaftsleistung.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen sind 90 Prozent der Steuerzahler und die oberen zehn Prozent
  • Regionen: Deutschland
  • Zahlen: Spitzensteuersatz auf 49 Prozent erhöhen, vermögensbezogene Steuern bei unter 1% der Wirtschaftsleistung, in anderen Ländern über 3%

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Bundesregierung soll Privilegien für Vermögende bei Erbschaftsteuer und Grundsteuer abschaffen
  • Hohe Belastung von geringen und mittleren Einkommen schadet Beschäftigung und Wachstum
  • Vermögensbezogene Steuern in Deutschland unterdurchschnittlich im Vergleich zu anderen Ländern

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Abschaffung der Privilegien für Vermögende bei der Erbschaftsteuer, Grundsteuer und Immobiliengewinnen
  • Anhebung des Spitzensteuersatzes auf 49 Prozent für die oberen zehn Prozent der Steuerzahler
  • Stärkere Besteuerung von Vermögen in Deutschland
4,4/5 (29 Bewertungen)
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH