Rehlinger sieht Mehrwertsteuer-Erhöhung skeptisch

27. März 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Politik im Saarland: Steuerreform-Debatte

() – Die saarländische SPD-Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) sieht eine mögliche Mehrwertsteuererhöhung skeptisch. „Ich habe dabei ein erhebliches Störgefühl. Das macht das Leben für alle noch teurer als eh schon“, sagte Rehlinger dem „Handelsblatt“.

„Ich bin eher dafür, bei der Einkommenssteuer 95 Prozent der Steuerzahler zu entlasten, aber bei den absoluten Spitzenverdienern etwas mehr zu nehmen.“

Die Bundesregierung diskutiert derzeit intern über eine mögliche Anhebung der Mehrwertsteuer von 19 auf 21 Prozent. Im Gegenzug könnten der ermäßigte Satz von sieben Prozent und ebenso die Steuern und Abgaben auf Arbeitseinkommen gesenkt werden.

Eine von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) vorgeschlagene Abschaffung des Ehegattensplittings hält Rehlinger dagegen grundlegend für sinnvoll. „Wichtig ist aber: Wer heute vom Ehegattensplitting profitiert, soll das auch behalten können.“

Um die Einnahmen zu erhöhen, plädiert Rehlinger für eine höhere Erbschaftsteuer. „Es ist nicht gerecht, dass jemand, der ein paar Hunderttausend erbt, prozentual deutlich mehr Steuern zahlt als jemand, der viele Millionen erbt. Daran etwas zu ändern, wäre Steuerdurchsetzung, nicht Steuererhöhung.“ Die SPD will an diesem Freitag auf einer Konferenz ihr Reformprogramm für die kommenden Monate abstecken.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Anke Rehlinger (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Anke Rehlinger sieht eine mögliche Mehrwertsteuererhöhung skeptisch.
  • Vorschlag für Entlastung von 95 Prozent der Steuerzahler bei der Einkommenssteuer.
  • Rehlinger plädiert für eine höhere Erbschaftsteuer, um die Gerechtigkeit zu erhöhen.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Betroffen: Allgemeine Bevölkerung in Deutschland, insbesondere Geringverdiener und Spitzenverdiener
  • Stark betroffen: 95 Prozent der Steuerzahler durch Einkommenssteuerentlastung
  • Zeitpunkt: Reformprogramm-Konferenz der SPD am Freitag

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Skepsis gegenüber einer Mehrwertsteuererhöhung aufgrund der hohen Lebenshaltungskosten
  • Vorschlag zur Entlastung von 95 Prozent der Steuerzahler bei der Einkommenssteuer
  • Fokus auf gerechte Besteuerung von Erbschaften, insbesondere aus größeren Erbschaften

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Bundesregierung diskutiert mögliche Anhebung der Mehrwertsteuer von 19 auf 21 Prozent.
  • SPD plant Reformprogramm zur Steuerentlastung für 95 Prozent der Steuerzahler.
  • Vorschlag zur höheren Erbschaftsteuer zur gerechteren Besteuerung von Erbschaften.
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