Grüne mahnen zu differenzierter Analyse der Kriminalstatistik
Politik - aktuelle Fakten und Einordnung
Gesellschaftliche Herausforderungen in Berlin
Berlin () – Grünen-Abgeordnete warnen vor der Vorstellung der aktuellen Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) vor populistischen Debatten mit pauschalen Schuldzuweisungen an Migranten. „Mit der Vorstellung der Polizeilichen Kriminalstatistik beginnt jedes Jahr dieselbe verkürzte Debatte auf einer wackeligen Datengrundlage: Migration wird zum Hauptproblem erklärt, statt Ursachen differenziert zu analysieren“, sagte Irene Mihalic, parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen-Fraktion, der „Rheinischen Post“ (Montagsausgabe).
Die Bundestagsabgeordnete und frühere Polizeibeamtin sagte: „Wer Sicherheit ernst meint, darf aber nicht nach Bauchgefühl handeln, sondern muss kriminologische Erkenntnisse zur Grundlage machen und gezielt in Prävention investieren.“ Das heiße Armutsbekämpfung, Schulsozialarbeit und auch Männerarbeit. „Denn weiterhin werden vor allem junge Männer straffällig. Gleichzeitig gilt: Wo Straftaten begangen werden, muss der Rechtsstaat konsequent handeln.“
Gemeinsam mit Konstantin von Notz und Misbah Khan hat Mihalic ein vierseitiges Papier verfasst mit dem Titel „Drei Wege gegen Gewalt: Vorbeugen. Durchgreifen. Helfen“, aus dem die Zeitung zitiert. Als zentrale Risikofaktoren werden dabei Armut, Arbeits- und Perspektivlosigkeit sowie Ausgrenzung, psychische Erkrankungen und frühe Gewalterfahrungen genannt.
Die stellvertretende Grünen-Fraktionsvorsitzende, Misbah Khan, sagte dazu: „Gewalt ist ein Sicherheitsproblem, aber Gewalt lässt sich nicht allein durch Polizei und Strafverfolgung eindämmen. Deshalb ist es höchste Zeit, Prävention, Betroffenenhilfe und Sozialarbeit wieder stärker in den Fokus zu rücken. Oder einfacher gesagt: Wer am Sozialen spart, darf sich über soziale Verwerfungen nicht wundern.“
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Polizeiauto (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Warnung vor populistischen Debatten und pauschalen Schuldzuweisungen an Migranten
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Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Betroffen sind insbesondere Migranten und junge Männer
- Fokus auf Prävention, Armutsbekämpfung, Schulsozialarbeit
- Risikofaktoren: Armut, Arbeitslosigkeit, psychische Erkrankungen, frühe Gewalterfahrungen
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
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- Zentrale Risikofaktoren sind Armut, Arbeits- und Perspektivlosigkeit, Ausgrenzung, psychische Erkrankungen und frühe Gewalterfahrungen.
- Prävention und Sozialarbeit müssen gestärkt werden, um soziale Verwerfungen zu vermeiden.
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Prävention in Form von Armutsbekämpfung, Schulsozialarbeit und Männerarbeit fördern.
- Kriminologische Erkenntnisse als Grundlage für sicherheitspolitische Maßnahmen nutzen.
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