Bundeswehr will Palantir vorläufig nicht einsetzen

28. April 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Verteidigungsstandards und Technologie in Deutschland

() – Vizeadmiral Thomas Daum, Inspekteur Cyber- und Informationsraum, schließt derzeit einen Einsatz von Palantir aus.

„Das sehe ich momentan überhaupt nicht“, sagte er dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe). Laut Daum erfüllt Palantir bestimmte Voraussetzungen der Bundeswehr nicht. „So sehr wir an der Funktionalität interessiert sind für unseren eigenen Datenbestand, so unvorstellbar ist es eben momentan, Industriemitarbeiter auf den nationalen Datenbestand zuzulassen.“

Palantir zeigte sich auf Anfrage des „Handelsblatts“ enttäuscht. „Unsere Kunden können Palantir-Software installieren und nutzen, ohne dass unsere Mitarbeiter vor Ort sein müssen“, sagte ein Unternehmenssprecher.

Nach Informationen des „Handelsblatt“ wurden von der Bundeswehr zwei deutsche und ein französischer Anbieter ausgewählt: Almato aus , eine Tochter des IT-deutschen Anbieters Datagroup, sowie die Software des Berliner Startups Orcrist und Chapsvision aus Paris, das oft als französisches Palantir bezeichnet wird. Deren Software soll diesen Sommer geprüft und ein Auftrag zum Jahresende vergeben werden. Es handelt sich dabei um ein zentrales Projekt der Bundeswehr: In den nächsten Jahren will sie eine eigene, geschützte private Cloud zur Datenverarbeitung und KI-Anwendung aufbauen. Ein wesentlicher Baustein ist dafür eine Software, die Informationen aus verschiedenen Datenbanken zusammenbringt.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Bundeswehr-Soldat (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Vizeadmiral Thomas Daum schließt einen Einsatz von Palantir aus.
  • Bundeswehr wählt zwei deutsche Anbieter (Almato und Orcrist) sowie Chapsvision (französisch) zur Softwareprüfung.
  • Aufbau einer eigenen, geschützten privaten Cloud zur Datenverarbeitung und KI-Anwendung geplant.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Vizeadmiral Thomas Daum, Inspekteur Cyber- und Informationsraum, schließt Einsatz von Palantir aus
  • Bundeswehr wählt zwei deutsche Anbieter (Almato, Orcrist) und einen französischen Anbieter (Chapsvision)
  • Prüfung der Software diesen Sommer, Auftrag zum Jahresende vergeben

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Vizeadmiral Daum schließt Palantir-Einsatz aufgrund fehlender Voraussetzungen der Bundeswehr aus.
  • Bedenken hinsichtlich des Zugriffs von Industriemitarbeitern auf nationale Datenbestände.
  • Bundeswehr priorisiert alternative Softwareanbieter zur Entwicklung einer eigenen privaten Cloud.

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Bundeswehr prüft Software von Almato, Orcrist und Chapsvision.
  • Aufbau einer eigenen, geschützten privaten Cloud zur Datenverarbeitung und KI-Anwendung.
  • Auftrag zur Softwarevergabe wird bis Jahresende angestrebt.
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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