Prien kritisiert niedrige Erwerbsquote von Müttern
Politik - aktuelle Fakten und Einordnung
Gesellschaftliche Ungleichheit von Frauen in Berlin
Berlin () – Familienministerin Karin Prien (CDU) hat die niedrige Erwerbstätigkeit von Frauen mit kleinen Kindern kritisiert. Die Zahlen zeigten deutlich, dass man beim Thema Gleichstellung nicht am Ziel sei, sagte sie dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Mittwochausgaben). Gleichstellung sei keine Kür, sondern Verfassungsauftrag – und den habe man noch nicht vollständig eingelöst.
Sie reagierte damit auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes, wonach nur 39,7 Prozent der Frauen mit mindestens einem Kind unter drei Jahren erwerbstätig sind. Zugleich aber gehen 88,7 Prozent der Väter mit mindestens einem Kind unter drei Jahren arbeiten.
Prien beklagte das Ungleichgewicht. Man sehe Fortschritte, aber gleichzeitig bleibe es dabei, dass Frauen nach wie vor einen deutlich größeren Anteil der Familien- und Sorgearbeit übernähmen. Das habe unmittelbare Auswirkungen auf Erwerbsbiografien, Einkommen und Altersabsicherung.
Die Politik sei gefragt, um die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen und gleichzeitig für eine Kultur der Partnerschaftlichkeit zu werben. Dass sich die Verteilung in den letzten zehn Jahren nur langsam verändert habe, habe mehrere Ursachen. So wirkten kulturelle Rollenmuster. Bestehende Strukturen und Anreizsysteme setzten nicht immer die richtigen Signale. Auch die Arbeitswelt spiele eine zentrale Rolle.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Mutter mit Kind und Kinderwagen (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- 39,7 Prozent der Frauen mit mindestens einem Kind unter drei Jahren sind erwerbstätig.
- 88,7 Prozent der Väter mit mindestens einem Kind unter drei Jahren sind erwerbstätig.
- Frauen übernehmen einen deutlich größeren Anteil der Familien- und Sorgearbeit.
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Frauen mit kleinen Kindern unter drei Jahren: 39,7% erwerbstätig
- Väter mit Kindern unter drei Jahren: 88,7% erwerbstätig
- Ungleichgewicht in Familien- und Sorgearbeit hat Auswirkungen auf Einkommen und Altersabsicherung
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- geringe Erwerbstätigkeit von Frauen mit kleinen Kindern (39,7%)
- kulturelle Rollenmuster und bestehende Strukturen beeinflussen die Verteilung
- ungleiche Verteilung von Familien- und Sorgearbeit zwischen Frauen und Männern
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Schaffung der richtigen Rahmenbedingungen für die Gleichstellung von Frauen und Männern.
- Förderung einer Kultur der Partnerschaftlichkeit in Familien.
- Überprüfung und Anpassung von bestehenden Strukturen und Anreizsystemen zur Unterstützung der Erwerbstätigkeit von Frauen.
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