Bundesrat lehnt Entlastungsprämie ab – Hamburg fordert Änderungen

8. Mai 2026

Hamburg - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaft: Bundesrat lehnt Steueränderungen ab

() – Der Bundesrat hat das Steuerberatungsgesetz mit der Entlastungsprämie und der Anhebung des Mindesthebesatzes für die Gewerbesteuer abgelehnt. Hamburg wollte das Gesetz passieren lassen und hatte sich im Vorfeld für Kompromisse eingesetzt, teilte der Finanzsenator mit.

Der Hamburger Senat setzt sich weiterhin für einen Konsens zwischen Bund und Ländern bei finanzwirksamen Gesetzen ein.

Finanzsenator Andreas Dressel äußerte, dass der Gesetzentwurf aus der CDU-geführten Bundesregierung stamme und vor allem an den CDU/CSU-geführten Ländern gescheitert sei. Er betonte, dass die Länder dem Bund einen Kompromissweg aufgezeigt hätten, um die kommunalen Mindereinnahmen in Höhe von 700 Millionen Euro auszugleichen.

Die Ablehnung des Gesetzentwurfs biete die Möglichkeit, diesen zu überarbeiten und zu ergänzen. Dressel wies darauf hin, dass eine steuerfreie Entlastungsprämie in anstehenden Tarifverhandlungen einen Beitrag zu Entlastungen leisten könne, jedoch nicht als Allheilmittel in der aktuellen Krise tauge.

Im Gesetzentwurf war auch die Anhebung des Mindesthebesatzes der Gewerbesteuer enthalten.

Hamburg hatte sich für einen erhöhten Mindesthebesatz von 300 Prozent stark gemacht, um dem Problem der Gewerbesteueroasen entgegenzuwirken. Dressel kritisierte, dass einige Unternehmen die kommunale Infrastruktur größerer Städte nutzen, aber ihre Gewerbesteuer in Kommunen mit niedrigeren Hebesätzen zahlen, was zu erheblichen Steuerausfällen führt.

Siehe auch:  Vier Fahrzeuge kollidieren in Mannheim

Er forderte eine Anhebung des Mindesthebesatzes, um Scheinsitzverlegungen in Steueroasen zu unterbinden.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Sitzung des Bundesrates am 08.05.2026

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Bundesrat hat Steuerberatungsgesetz inklusive Entlastungsprämie und Mindesthebesatz-Anhebung abgelehnt.
  • Hamburg strebt weiterhin einen Konsens zwischen Bund und Ländern bei finanzwirksamen Gesetzen an.
  • Finanzsenator Dressel fordert Anhebung des Mindesthebesatzes der Gewerbesteuer auf 300 Prozent zur Bekämpfung von Gewerbesteueroasen.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • betrifft: Bundesrat, Länder, CDU/CSU-geführte Länder
  • Steuerentlastung: 700 Millionen Euro Mindereinnahmen
  • Mindesthebesatz: Hamburg fordert 300 Prozent

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Ablehnung des Steuerberatungsgesetzes durch den Bundesrat, insbesondere von CDU/CSU-geführten Ländern
  • Hamburgs Unterstützung für einen Konsens zur Kompensation kommunaler Mindereinnahmen von 700 Millionen Euro
  • Anhebung des Mindesthebesatzes von 300 Prozent zur Bekämpfung von Gewerbesteueroasen und Sicherstellung kommunaler Einnahmen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
Letzte Artikel von Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH (Alle anzeigen)