BSW warnt vor Wegfall von 900.000 Arztterminen in Brandenburg

11. Mai 2026

Brandenburg - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesundheitspolitik in Brandenburg unter Druck

() – Die BSW-Fraktion im Brandenburger Landtag hat vor drastischen Folgen des geplanten GKV-Beitragsstabilisierungsgesetzes gewarnt. Das teilte der gesundheitspolitische Sprecher Andreas Kutsche am Montag in Potsdam mit.

Nach Berechnungen der Kassenärztlichen Vereinigung (KVBB) könnten durch die geplanten Einsparungen von bundesweit rund 2,7 Milliarden Euro im ambulanten Bereich allein in Brandenburg bis zu 900.000 Arzttermine pro Jahr wegfallen.

Kutsche kritisierte die Pläne der Bundesregierung scharf. „Gesundheit darf nicht dem Spardruck der Bundesregierung geopfert werden“, erklärte er. Wer Milliarden im ambulanten Bereich streiche, verschärfe den Ärztemangel und gefährde die Versorgung besonders im ländlichen Raum.

Die Landesregierung müsse sich diesem „Irrsinn zu Lasten unserer Brandenburger Bevölkerung“ entgegenstellen. Das Gesetz treibe die Zwei-Klassen-Medizin weiter voran, Leidtragende seien vor allem ältere Menschen, chronisch Kranke und Regionen mit ohnehin schlechter Versorgung.

Die BSW-Fraktion fordert als Alternative flächendeckende Medizinische Versorgungszentren und moderne Polikliniken mit sicheren Arbeitsbedingungen für Ärzte.

Die Gesundheitsversorgung müsse sich am Gemeinwohl orientieren und nicht an Sparvorgaben aus . Viele Praxen planen laut KVBB bereits, Sprechzeiten und Leistungen zu reduzieren.

Siehe auch:  Wetterbericht für Baden-Württemberg (13.02.2026)

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Arztpraxis für Allgemeinmedizin (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Geplantes GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz könnte in Brandenburg bis zu 900.000 Arzttermine pro Jahr kosten.
  • BSW-Fraktion fordert flächendeckende Medizinische Versorgungszentren und moderne Polikliniken.
  • Viele Praxen planen bereits, Sprechzeiten und Leistungen zu reduzieren.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • betrifft: Brandenburger Bevölkerung, insbesondere ältere Menschen und chronisch Kranke
  • Auswirkungen: bis zu 900.000 Arzttermine pro Jahr in Brandenburg wegfallend
  • Zeitraum: im Rahmen der Umsetzung des GKV-Beitragsstabilisierungsgesetzes

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Einsparungen von 2,7 Milliarden Euro im ambulanten Bereich
  • Bis zu 900.000 fehlende Arzttermine pro Jahr in Brandenburg
  • Verschärfung des Ärztemangels und Gefährdung der Versorgung im ländlichen Raum

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • BSW-Fraktion warnt vor Einsparungen und deren Folgen im Gesundheitsbereich.
  • Landesregierung soll sich gegen das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz einsetzen.
  • Forderung nach flächendeckenden medizinischen Versorgungszentren und besseren Arbeitsbedingungen für Ärzte.
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