Ministerpräsidenten warnen vor Steuerreform zulasten der Länder
Politik - aktuelle Fakten und Einordnung
Politik: Einkommensteuerreform und Länderinteressen in Berlin
Berlin () – Mehrere Ministerpräsidenten warnen den Bund vor einer Einkommensteuerreform zulasten der Länder. Das berichtet der „Tagesspiegel“.
Bundesratspräsident und Bremer Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) sagte der Zeitung, er werde keiner Steuerreform zustimmen können, die dem Land Bremen und seinen beiden Städten spürbare Einnahmeausfälle bescheren werde. Seine saarländische Amtskollegin Anke Rehlinger (SPD) äußerte sich ähnlich. Eine milliardenschwere Mehrbelastung der Länderhaushalte werde kein Bundesland leisten können, selbst beim besten Willen, sagte sie dem „Tagesspiegel“. Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) sagte, die Haushalte der Länder seien am Limit und teils schon darüber hinaus. Es sei schon lange keine Frage des Wollens mehr, sondern des Könnens. Zudem verwies er auf das Prinzip, das die Bundesregierung schon im Koalitionsvertrag vereinbarte: „Wer bestellt, der bezahlt.“
Grundsätzlich begrüßen die drei Länderchefs die Entlastungspläne des Bundes, pochen allerdings auf Entschädigung der damit einhergehenden Steuerausfälle. Bovenschulte sagte, er sei sehr dafür, kleine und mittlere Einkommen zu entlasten, die Steuerausfälle müssten dann aber durch Mehreinnahmen an anderer Stelle kompensiert werden. Beispielhaft nannte er eine Reform der Erbschaftsteuer oder die Wiedereinführung der Vermögenssteuer.
Rehlinger forderte die Bundesregierung auf, vorrangig alles für wirtschaftliches Wachstum zu tun. Was nicht gehe, sei das Spiel der Union, vom Bundesfinanzminister die finanzpolitische Quadratur des Kreises zu verlangen, sagte die SPD-Politikerin. Mehrere Politiker von CDU und CSU hatten höhere Steuern auf hohe Einkommen oder Vermögen zuletzt ausgeschlossen und stattdessen auf Einsparungen gedrungen.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Finanzministerium (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Mehrere Ministerpräsidenten warnen vor einer Einkommensteuerreform zulasten der Länder.
- Entlastungspläne des Bundes sollen Steuerausfälle durch Mehreinnahmen kompensiert werden.
- Forderung nach Reform der Erbschaftsteuer oder Wiedereinführung der Vermögenssteuer.
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Betrifft: Länderfinanzen, insbesondere Bremen, Saarland, Hessen
- Starker Einfluss: Einnahmeausfälle in Milliardenhöhe, Haushalte am Limit
- Fristen/Zeiträume: Keine Angabe
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Warnungen der Ministerpräsidenten vor negativen Auswirkungen einer Einkommensteuerreform für die Länder
- Befürchtung über erhebliche Einnahmeausfälle, die nicht kompensiert werden können
- Forderung nach Entschädigung für Steuerausfälle und Vorschläge für alternative Einnahmequellen
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Warnung vor Einkommensteuerreform zulasten der Länder
- Forderung nach Entschädigung für Steuerausfälle
- Betonung auf wirtschaftliches Wachstum und Mehreinnahmen an anderer Stelle
- Prien verlangt von "Demokratie leben"-Programm mehr Wirksamkeit - 30. Mai 2026
- Prien offen für Gesetz gegen Bildschirmzeit für Kleinkinder - 30. Mai 2026
- CDU will Kinder mehr an Pflegekosten ihrer Eltern beteiligen - 30. Mai 2026

