Frankreich fordert EU-Entschlossenheit gegen Social-Media-Konzerne

26. Mai 2026
Frankreich fordert EU-Entschlossenheit gegen Social-Media-Konzerne

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesellschaft: Frankreich und Social-Media-Regulierungen

Paris () – verlangt von den EU-Partnern mehr Entschlossenheit im Ringen um Social-Media-Verbote für Jugendliche. „Europa sollte in dieser Auseinandersetzung selbstbewusster sein“, sagte Clara Chappaz, Digital-Botschafterin von Präsident Emmanuel Macron, dem „Spiegel“. Zusammen habe man mehr Macht gegenüber den Techriesen und könne auf einheitliche Regeln in Europa achten.

Tiktok und Instagram machten 20 bis 30 Prozent ihres Geschäfts in Europa, sagte die Macron-Vertraute mit Blick auf die großen Plattformen aus den USA und . Sie hätten keinerlei Interesse, sich zurückzuziehen. „Die werden sich unseren Gesetzen unterwerfen.“ Lob richtete Chappaz an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU): Der deutsche Kanzler habe sich inzwischen deutlich für ein Verbot ausgesprochen. Zuvor sei die deutsche Position nicht so klar gewesen.

Frankreich versteht sich als treibende Kraft, damit möglichst viele EU-Länder Altersbeschränkungen für die Nutzung sozialer Netzwerke beschließen. Allerdings planen nicht alle Mitgliedstaaten Verbote. Zudem ist strittig, ab welchem Alter Jugendliche Zugang zu potenziell süchtig machenden Seiten haben sollen. Manche EU-Regierungen sehen die digitale Volljährigkeit mit 14 Jahren erreicht, andere, wie Frankreich, wollen die Grenze später setzen. Ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige, das seit einigen Monaten in gilt, erweist sich als leicht zu umgehen.

Dennoch argumentierte Chappaz, es sei eine große Unterstützung für Eltern, wenn der Gesetzgeber eine Regel definiere – insbesondere sozial schwachen Familien werde damit geholfen, deren Nachwuchs mehr Zeit am Bildschirm verbringe. „Die Digitalkonzerne verdienen Milliarden an der Sucht der Kinder. Sie schlagen Kapital aus deren Verletzlichkeit“, sagte Chappaz.

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Zweifel an der technischen Durchsetzbarkeit eines Verbots beantwortete sie mit Verweis auf die Alterskontrolle, zu der Frankreich Pornoseiten schon seit 2025 zwingt. „Wir haben bei den Pornoseiten vorgemacht, dass es geht“, sagte Chappaz. Die Zahl der minderjährigen Nutzer sei hier um etwa die Hälfte gesunken. „Gut, dass die Pornoseiten, die keine Alterskontrolle verlangen, aus Frankreich verschwinden.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Netzwerk-Patchpanel (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Frankreich fordert mehr Entschlossenheit der EU für Social-Media-Verbote für Jugendliche.
  • Einige EU-Staaten sind gegen ein einheitliches Verbot, Altersgrenze für Zugänge variiert zwischen 14 und 16 Jahren.
  • Alterskontrollen bei Pornoseiten seit 2025 zeigen technische Umsetzbarkeit von Regelungen.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Zielgruppe: Jugendliche unter 16 Jahren
  • Regionen: EU-Länder, insbesondere Frankreich und Deutschland
  • Zahlen/Fristen: Altersgrenze für Social Media Nutzung (14-16 Jahre), Alterskontrolle für Pornoseiten seit 2025

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Forderung nach mehr Entschlossenheit der EU für Social-Media-Verbote für Jugendliche
  • Hohe wirtschaftliche Bedeutung von Tiktok und Instagram in Europa
  • Unterschiedliche Altersgrenzen für den Zugang zu sozialen Netzwerken in den EU-Mitgliedstaaten

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Frankreich fordert EU-Partner zu entschlossenerem Handeln bezüglich Social-Media-Verboten für Jugendliche auf.
  • Altersbeschränkungen für soziale Netzwerke sollen auf EU-Ebene vereinheitlicht und durchgesetzt werden.
  • Frankreich plant, die Zugangsbeschränkung für Jugendliche auf über 16 Jahre festzulegen.
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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