Bund will im Streit zwischen Italo und Bahn nicht eingreifen
Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung
Verkehrspolitik und Wettbewerb in Deutschland
Berlin () – Die Bundesregierung will sich in den Streit zwischen der italienischen Bahngesellschaft Italo und der Deutschen Bahn nicht einmischen. In Deutschland sei es europarechtlich „nicht vorgesehen und nicht erlaubt“, dass der Staat einen Infrastrukturbetreiber anweisen könne, sagte ein Sprecher des Verkehrsministeriums am Mittwoch der .
Infrastrukturbetreiber für das Bahnnetz ist in Deutschland die InfraGo, die zu einhundert Prozent der Bahn und damit dem Staat gehört. Italo war bei InfraGo mit der Forderung nach einer festen Zusage für bestimmte Strecken abgeblitzt.
Die Italiener wollen offenbar milliardenschwere Aufträge für Hochgeschwindigkeitszüge vergeben, aber nur, wenn sie Garantien bekommen, auch über Jahre auf den entsprechenden Strecken fahren zu dürfen. Ansonsten sei ein Markteintritt quasi unmöglich. „Weder Europarecht noch Eisenbahnregulierungsgesetz geben eine Grundlage dafür, neue Marktteilnehmer strukturell zu bevorzugen“, heißt es stattdessen von der InfraGo.
Nun soll die Bundesnetzagentur entscheiden. In dieses Verfahren will das Bundesverkehrsministerium ausdrücklich nicht eingreifen, auch wenn es sich in der Vergangenheit mehrfach für mehr Wettbewerb auf der Schiene ausgesprochen hatte. Der Sprecher verwies auf die Novelle des europäischen Eisenbahnrechts, die für 2031 anstehe. Dann soll die bisherige Trassenvergaberichtlinie ersetzt und der grenzüberschreitende Bahnverkehr in der EU grundlegend vereinheitlicht werden.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Frankfurter Hauptbahnhof (Archiv) |
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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Bundesregierung mischt sich nicht im Streit zwischen Italo und Deutscher Bahn ein
- Italo erhielt keine festen Zusagen für bestimmte Strecken von InfraGo
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- Italo (italienische Bahngesellschaft), betroffen durch den Streit mit InfraGo
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- Bundesregierung sieht europarechtliche Grenzen für Eingreifen in den Streit zwischen Italo und Deutsche Bahn
- Italo fordert Garantien für Strecken, um in den deutschen Markt einzutreten
- Bundesnetzagentur soll über die Trassenvergabe entscheiden, Ministerium will sich nicht einmischen
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Bundesregierung mischt sich nicht in den Streit zwischen Italo und Deutscher Bahn ein
- Bundesnetzagentur soll über den Fall entscheiden
- Keine Unterstützung für garantierte Streckenanfragen von Italo durch die InfraGo
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