IW schlägt Ausweitung der Arbeitszeit für Bürobeschäftigte vor

29. Mai 2026

Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaftliche Flexibilisierung der Arbeitszeiten in Deutschland

() – Das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) schlägt vor, die Arbeitszeit zunächst nur für bestimmte Berufe auszuweiten. „Wenn man zu große Sorgen um den Arbeitsschutz hat, könnte man in einem ersten Schritt die gesetzliche Anpassung auf Beschäftigte konzentrieren, wo keine Gesundheitsrisiken drohen: die Bürobeschäftigten“, sagte der IW-Arbeitsmarktexperte Oliver Stettes den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagausgaben).

Generell warb der Leiter des Bereichs Arbeitswelt und Tarifpolitik am IW dafür, die Regelungen zur täglichen Arbeitszeit zu reformieren. Eine Flexibilisierung der täglichen Höchstarbeitszeit könne Beschäftigten und Unternehmen helfen, private Wünsche und Anforderungen mit betrieblichen Notwendigkeiten besser auszubalancieren, behauptete Stettes.

Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) will im Juni einen Vorschlag zur Reform des Arbeitszeitgesetzes vorlegen. Aktuell gilt eine tägliche Höchstarbeitszeit von acht Stunden, die in bestimmten Fällen auf zehn Stunden verlängert werden kann. Die Reform könnte zu einer Höchstarbeitszeit von 13 Stunden am Tag führen, wobei eine Wochenarbeitszeit von 40 Stunden nicht überschritten werden soll.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Büros (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • IW schlägt Ausweitung der Arbeitszeit zunächst nur für Bürobeschäftigte vor.
  • Bundesarbeitsministerin plant im Juni einen Vorschlag zur Reform des Arbeitszeitgesetzes.
  • Mögliche Höchstarbeitszeit von 13 Stunden pro Tag, wöchentliche Arbeitszeit darf 40 Stunden nicht überschreiten.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Bürobeschäftigte: keine Gesundheitsrisiken, erste Zielgruppe
  • Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas: Reformvorschlag im Juni
  • Mögliche Höchstarbeitszeit: 13 Stunden täglich, 40 Stunden wöchentlich

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Vorschlag, Arbeitszeit nur für bestimmte Berufe auszuweiten, zunächst Bürobeschäftigte
  • Wunsch nach Reform der Regelungen zur täglichen Arbeitszeit zur besseren Balance zwischen Privat- und Arbeitsleben
  • Geplante Gesetzesreform zur Erhöhung der Höchstarbeitszeit auf 13 Stunden pro Tag bei maximal 40 Stunden pro Woche

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Vorschlag zur Arbeitszeitausweitung für bestimmte Berufe, insbesondere Bürobeschäftigte
  • Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas plant im Juni Reformvorschlag für das Arbeitszeitgesetz
  • Möglichkeit der Erhöhung der täglichen Höchstarbeitszeit auf 13 Stunden bei maximal 40 Stunden pro Woche
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH