Weber pocht auf Ausbau der Atomenergie

30. Mai 2026
Weber pocht auf Ausbau der Atomenergie

Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung

Energiepolitik in Deutschland: Atomkraft und Erneuerbare

() – EVP-Chef Manfred Weber (CSU) dringt auf eine stärkere Nutzung von Atomkraft. „Ohne Atomstrom kann die Energiewende nicht gelingen. Wir brauchen die Grundlastversorgung zu einem vernünftigen Preis“, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben). Ob in neue Kernkraftwerke gebaut oder stillgelegte reaktiviert werden, müsse die deutsche Politik entscheiden.

Weber rief zur Schaffung eines offenen Energie-Binnenmarkts auf. „Wenn , , die Tschechische Republik, die Niederlanden, Schweden und Finnland jetzt auf Atomkraft setzen, um die sonnenarmen Stunden auszugleichen, dann soll auch Deutschland davon profitieren“, sagte er. „Wir brauchen Strom als ganz normale handelbare Ware.“ Ein Energie-Binnenmarkt könne seiner Ansicht nach „den deutschen Fehler des Atomausstiegs heilen“.

Weber äußerte sich skeptisch über zu möglichen neuen Entlastungen, um die Folgen des -Kriegs auszugleichen. „Es ist gut, dass geholfen wird – je zielgerichteter, desto besser. Es kommt aber auch der Punkt, wo wir den Menschen sagen müssen, dass wir nicht alle weltwirtschaftlichen Auswirkungen abfedern können“, sagte er. „Wir sind als Deutsche und Europäer in einem globalen Boot und werden hin und her geschlagen.“

Weber forderte, die erneuerbaren Energiequellen weiter auszubauen und zugleich auf die Kernkraft setzen. „Das sind die beiden großen Botschaften in der europäischen Energiepolitik“, sagte er.

Der EVP-Chef widersprach damit einer kürzlich veröffentlichten Studie, die das Umweltbundesamt in Auftrag gegeben hatte. Danach kann Atomenergie bei der Bekämpfung des Klimawandels allenfalls eine untergeordnete Rolle spielen. Die Wissenschaftler des Öko-Instituts kommen in ihrer Forschung zu dem Ergebnis, dass zur Vermeidung von Treibhausgasen Kernenergie im Vergleich zu erneuerbaren Energien eine teure Option ist. Während erneuerbare Energien bereits heute und auch perspektivisch kostengünstige Möglichkeiten zur Emissionsminderung bieten, bleiben neue Kernkraftwerke aufgrund hoher Kapitalkosten, langer Bauzeiten und erheblicher finanzieller Risiken eine kostenintensive Vermeidungsoption.

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Hinzu kommt, dass Kernenergie laut Öko-Institut für ein zukünftiges Stromsystem mit hohen Anteilen erneuerbarer Energien nur begrenzt geeignet ist. Wind- und Solarenergie erzeugen Strom abhängig von Wetterbedingungen und Tageszeit. Das künftige Energiesystem brauche daher flexible Anlagen, die diese Schwankungen ausgleichen können. Konventionelle Kernkraftwerke sind aufgrund ihrer Größe, technischen Eigenschaften und wirtschaftlichen Anforderungen auf hohe Auslastung angewiesen. Ein flexibler Betrieb würde ihre ohnehin hohen Stromerzeugungskosten weiter erhöhen.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Atomkraftwerk (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Manfred Weber drängt auf stärkere Nutzung von Atomkraft für die Energiewende.
  • Er fordert einen offenen Energie-Binnenmarkt zur Integration von Atomstrom aus Nachbarländern in Deutschland.
  • Weber widerspricht einer Studie, die Atomenergie als kostenintensive Option gegen den Klimawandel einstuft.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • betrifft Deutschland, Frankreich, Polen, Tschechische Republik, Niederlande, Schweden und Finnland
  • fordert Stärkung der Atomkraft und fordert offenen Energie-Binnenmarkt
  • zeitliche Frist und Zahlen nicht konkret angegeben, Bezug auf Energieversorgung und Klimawandel

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Dringender Bedarf an Atomstrom für erfolgreiche Energiewende
  • Forderung nach offenem Energie-Binnenmarkt zur Nutzung von Atomkraft aus Nachbarländern
  • Diskussion über fiskalische Grenzen bei Entlastungsmaßnahmen wegen globaler wirtschaftlicher Auswirkungen

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Dringt auf stärkere Nutzung von Atomkraft für die Energiewende
  • Ruft zur Schaffung eines offenen Energie-Binnenmarkts auf
  • Forderung nach Ausbau erneuerbarer Energiequellen sowie Nutzung von Kernkraft
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