ADAC warnt vor Lockerung der Klimaschutzziele

23. Dezember 2025

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Klimaschutz und Mobilität in Europa

() – Nach dem EU-Plan zur Rücknahme des Verbrenner-Aus sorgt sich der ADAC, dass auch die Klimaschutzziele gelockert werden können. „Davor kann ich nur warnen. Europa muss an ehrgeizigen CO2-Minderungszielen festhalten, denn wir müssen die Erderwärmung begrenzen“, sagte ADAC-Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Dazu bekenne sich der ADAC ganz klar. „So zu tun, als gäbe es den Klimawandel nicht, wäre ein fataler Irrweg.“

Hillebrand reagierte damit auch auf Stimmen aus der Wirtschaft, der Klimaschutz sei Gift für die Konjunktur, und warb für eine Ausweitung des Emissionshandels auf den Verkehr, was fossilen Sprit teurer machen wird. „Der ADAC hält die CO2-Bepreisung für ein richtiges Instrument, um die Klimaschutzziele zu erreichen“, sagte er. „Die Leute brauchen den Anreiz, um auf klimaschonende Alternativen zum Diesel und Benziner umzusteigen.“

Eigentlich sollte in genau einem Jahr ein EU-weiter CO2-Preis für Sprit eingeführt werden, wegen Widerstandes osteuropäischer Länder wurde das um ein Jahr auf den 1. Januar 2028 verschoben. „Dass sich die EU etwas mehr Zeit lässt und Preisspitzen verhindert, um die Belastungen nicht zu stark werden zu lassen, das ist absolut in Ordnung“, sagte der ADAC-Verkehrspräsident zu der Verschiebung. „Zumal eine Preiserhöhung nur dann positiv wirkt, wenn auch ausreichend Möglichkeiten bestehen, diese mit alternativen Angeboten zu vermeiden.“

Die EU-Kommission hatte vergangenen Dienstag auf Druck Deutschlands vorgeschlagen, das sogenannte Verbrenner-Verbot ab 2035 zu lockern. Demnach soll auch danach der Verkauf von hocheffizienten Diesel und Benzinern erlaubt bleiben, die CO2-Emissionen der Herstellerflotten sollen in den kommenden zehn Jahren statt um 100 Prozent um 90 Prozent gesenkt werden. Eine Öffnung für andere Antriebstechnologien als das E-Auto sei zwar „richtig“, sagte Hillebrand dazu. „Doch sie fällt zu kompliziert aus. Es wurde versäumt, alternative Kraftstoffe, die es ja auch für den Bestand braucht, ausreichend anzureizen.“

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: ADAC (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • ADAC warnt vor Lockerung der Klimaschutzziele in EU
  • CO2-Preis für Sprit auf den 1. Januar 2028 verschoben
  • Herstellerflotten sollen CO2-Emissionen in den nächsten zehn Jahren nur um 90 Prozent statt 100 Prozent senken

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • ADAC, Verkehrsteilnehmer, Wirtschaft
  • Zielgruppen: Autofahrer, EU-Bürger
  • Zeitraum: EU-CO2-Preis sollte 2027, nun 2028 eingeführt werden; Verbrenner-Verbot ab 2035 möglicherweise gelockert

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Sorge um mögliche Lockerung der Klimaschutzziele durch EU-Pläne
  • Widerstand osteuropäischer Länder führt zu Verzögerung beim CO2-Preis für Sprit
  • Notwendigkeit, Anreize für den Übergang zu klimafreundlichen Alternativen zu schaffen

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • ADAC warnt vor Lockerung der Klimaschutzziele und fordert Festhalten an CO2-Minderungszielen.
  • ADAC spricht sich für Ausweitung des Emissionshandels auf den Verkehr aus.
  • EU-weiter CO2-Preis für Sprit wurde aufgrund von Widerstand auf 2028 verschoben.

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