Bundestagspräsidentin will an Geheimdienstinformationen

27. Dezember 2025

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Sicherheit im Bundestag: Maßnahmen gefordert

() – Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) hat die Abgeordneten aufgefordert, Maßnahmen zu einem besseren Schutz des Parlaments zu beschließen.

„Konkret habe ich drei Sicherheitsthemen, mit denen ich mich an die Fraktionen gewandt habe. Zunächst die Datenübermittlung. Wir haben da eine Regelungslücke, die wirklich absurd ist: Ich kann als Bundestagspräsidentin mit meinen Mitarbeitenden, die für die Sicherheit zuständig sind, nicht auf nachrichtendienstliche Informationen zu Personen zugreifen“, sagte die Bundestagspräsidentin der „Welt am Sonntag“.

„Wir haben zwei Millionen Besucher im Jahr, 630 Abgeordnete, Tausende Beschäftigte im Bundestag. Wir sind das meistbesuchte Parlament der Welt. Dennoch haben wir keine gesetzliche Grundlage, mit der die Bundestagspolizei die Information erhält, wenn jemand als Gefährder eingestuft oder bereits in verfassungsgefährdender Weise auffällig geworden ist“, so Klöckner. „Deshalb fordere ich die Fraktionen auf, aktiv zu werden. Wir brauchen ein Bundestagspolizeigesetz.“

Die Bundestagspräsidentin forderte außerdem, Personen, die nach einer Sicherheitsüberprüfung keine Zugangsberechtigung zum Bundestag erhalten haben, für die Arbeit bei Abgeordneten generell zu sperren. „Es geht darum, jenen einen Riegel vorzuschieben, von denen eine Gefahr für unser Parlament ausgeht. Das Problem ist, dass solche Personen aktuell aber noch bei Abgeordneten beschäftigt werden dürfen – bezahlt aus öffentlichen Mitteln“, kritisiert Klöckner. „Ich finde das absurd: Wir können doch nicht einerseits durch Entzug des Hausausweises einen Brand löschen wollen, aber mit Steuergeld die Brandstifter weiterfinanzieren. Wenn jemand keinen Hausausweis und damit keinen Zutritt zum Bundestag erhält, sollte er auch nicht für einen Abgeordneten arbeiten dürfen“, fordert die Bundestagspräsidentin. „Ich habe die Fraktionen gebeten, das Abgeordnetengesetz entsprechend zu ändern. Denn die beschriebene Widersprüchlichkeit ist offensichtlich.“

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Darüber hinaus will die Bundestagspräsidentin das Parlament besser vor etwaigen Attacken durch Drohnen schützen lassen. „Wir brauchen eine klare rechtliche Zuständigkeit und die Möglichkeit, dass die Bundespolizei bei Angriffen auf Liegenschaften des Bundestages reagieren kann. Ich will hier keine Panik schüren, aber wir müssen vorbereitet sein“, erklärte Klöckner. Welche Sicherheitsmaßnahmen gegen Drohnen ergriffen werden sollen, müssten Experten beurteilen, aber sie habe das Thema „politisch auf dem Schirm“, so Klöckner: „Ich will in dem Moment, in dem es zu einem Drohnenüberflug kommt, nicht als Bundestagspräsidentin erst anfangen müssen, eine Krisensitzung einzuberufen. Dann muss die Melde- und eine Aktionskette klar sein und sofort greifen.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Julia Klöckner (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Bundestagspräsidentin Julia Klöckner fordert ein Bundestagspolizeigesetz für besseren Schutz des Parlaments.
  • Vorschlag zur Sperrung von Personen ohne Zugangsberechtigung für die Arbeit bei Abgeordneten.
  • Klöckner möchte rechtliche Grundlagen für den Schutz vor Drohnenangriffen durch die Bundespolizei.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) fordert bessere Sicherheitsmaßnahmen für das Parlament
  • Betroffene: 2 Millionen Besucher, 630 Abgeordnete, Tausende Beschäftigte im Bundestag
  • Erforderliche Gesetzesänderungen: Bundestagspolizeigesetz, Änderung des Abgeordnetengesetzes für Sicherheitsüberprüfungen

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Regelungslücke bei der Datenübermittlung für Sicherheitsinformationen
  • Fehlende gesetzliche Grundlage zum Schutz des Parlaments vor potenziellen Gefährdern
  • Notwendigkeit, Sicherheitsüberprüfungen für Personen in Abgeordnetenbüros zu verschärfen

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Maßnahmen für besseren Schutz des Parlaments fordern
  • Bundestagspolizeigesetz einführen zur besseren Datenübermittlung
  • Personen ohne Zugangsberechtigung für Abgeordnete sperren
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