Mordurteil nach tödlichen Schüssen in Göppingen
Baden-Württemberg - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung
Gesellschaftliche Gewalt in Göppingen
Göppingen () – Das Landgericht Stuttgart hat einen zur Tatzeit 17-Jährigen wegen Mordes und zweifachen versuchten Mordes zu einer Jugendstrafe von 8 Jahren und 9 Monaten verurteilt. Das Gericht teilte am Mittwoch mit, der Angeklagte habe am 2. Oktober 2024 in einer Bar in Göppingen sofort und ohne Vorwarnung 15 Schüsse aus einer Maschinenpistole auf drei Männer abgegeben.
Das Opfer wurde aus 78 Zentimetern Entfernung in den Hinterkopf getroffen und starb sofort.
Zwei weitere Männer wurden in 2 bis 3 Metern Entfernung durch mehrere Schüsse verletzt, darunter auch im Oberkörperbereich. Die gesamte Tat dauerte weniger als 10 Sekunden.
Das Gericht wertete die Tat als Mord, da die Opfer keinen Angriff erwartet hatten und das Merkmal der Heimtücke erfüllt sei.
Die Schüsse waren Teil eines seit Jahren andauernden Konflikts zwischen zwei multiethnischen Banden im Großraum Stuttgart. Die eigentlichen Zielpersonen waren ein Führungsmitglied und weitere Mitglieder einer rivalisierenden Gruppierung, jedoch wurden aufgrund einer Personenverwechslung unbeteiligte Zufallsopfer getroffen.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Gefängnis (Archiv) |
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