Wehrdienst: Ausschussvorsitzender will flächendeckende Musterungen

6. November 2025

Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung

Verteidigungspolitik in Berlin: Musterung und Rekrutierung

() – Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses des Bundestages, Thomas Röwekamp (CDU), hat sich in der Debatte über das neue Wehrdienstmodell für eine flächendeckende Musterung ausgesprochen und ein klares Verfahren zum Einzug neuer Rekruten angemahnt. „Wenn wir unsere Verteidigungsfähigkeit ernst nehmen, führt kein Weg an einer flächendeckenden Musterung vorbei“, sagte Röwekamp der „Rheinischen Post“ (Donnerstagausgabe). „Nur wenn wir wissen, über welches personelle Potenzial wir im Ernstfall verfügen, können wir unsere Streitkräfte zielgerichtet stärken.“

Die aktuelle Sicherheitslage in Europa verlange nach klaren Strukturen und belastbaren Daten, nicht nach Wunschdenken. „Eine allgemeine Musterung ist daher ein Gebot der sicherheitspolitischen Vernunft“, so Röwekamp. Damit stellte er sich hinter Äußerungen von Generalinspekteur Carsten Breuer und gegen ein Losverfahren zur Musterung.

„Gleichzeitig müssen wir die Frage beantworten, wie wir aus den gemusterten Jahrgängen diejenigen auswählen, die tatsächlich ihren Dienst leisten“, sagte der Ausschussvorsitzende. „Wenn wir unsere Truppenstärke auf 260.000 erhöhen wollen, reicht es nicht, nur zu wissen, wer tauglich ist – wir müssen auch festlegen, nach welchen Kriterien eingezogen wird“, mahnte Röwekamp.

„Das kann über ein transparentes Losverfahren, über eine abgestufte Tauglichkeitsbewertung oder über definierte Bedarfsprofile erfolgen, die sich an den Anforderungen unserer Streitkräfte orientieren“, sagte er. „Selbstverständlich haben alle Verfahren ihre Stärken und Schwächen, entscheidend ist aber, dass wir rasch zu einer verlässlichen, gerechten und umsetzbaren Struktur kommen, die unsere Verteidigungsfähigkeit nachhaltig stärkt“, so der CDU-Politiker.

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Bildhinweis: Marine-Soldaten (Archiv)

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  • Notwendigkeit klarer Strukturen und belastbarer Daten in der aktuellen Sicherheitslage
  • Erhöhung der Truppenstärke auf 260.000 erfordert spezifische Auswahlkriterien für Rekruten
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