CDU nennt SPD-Erbschaftssteuerplan "Anschlag" auf Arbeitsplätze
Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung
Wirtschaftspolitik und Erbschaftsteuerreform in Berlin
Berlin () – Gitta Connemann (CDU), Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion, hat die SPD-Pläne für eine Erbschaftssteuerreform scharf kritisiert. „Von den knapp 3,9 Millionen Betrieben sind 99 Prozent kleine und mittlere. Bei einem Freibetrag von fünf Millionen Euro wäre ein Großteil davon betroffen, wenn es um das Vererben geht“, sagte Connemann den Sendern RTL und ntv am Dienstag.
„Das, was wir jetzt hören, ist Gift für den Mittelstand. Denn es wäre eine Substanzversteuerung und das können wir in dieser Situation ohnehin nicht, aber auch in Gänze nicht mitmachen“, so die CDU-Politikerin.
Zwar sei der Mittelstand in Deutschland immer noch herausragend, doch preislich nicht mehr wettbewerbsfähig, „weil schon heute in Deutschland höchste Steuern erhoben werden“. Bei landwirtschaftlichen Betrieben mit Grundstücken oder einem Bäcker mit Haus und Backstube seien schnell fünf Millionen als Anlagevermögen zusammen, sagte sie. „Dann heißt das, dass genau diese Betriebe ihre Betriebe teilweise veräußern müssten, um am Ende Steuerschulden zu bezahlen. Und das ist ein Anschlag dem Grunde nach auf Arbeits- und Ausbildungsplätze“, so Gitta Connemann.
Das Erbschaftssteuerkonzept der SPD sieht vor, dass jeder einen sogenannten „Lebensfreibetrag“ von einer Million Euro haben soll, bis zu dem Erbschaften steuerfrei bleiben. Für Unternehmenserben die Verschonungsregel gestrichen werden soll. Betriebsvermögen bis fünf Millionen Euro sollen steuerfrei bleiben. Um die Liquidität von Unternehmen nicht zu gefährden, plant die SPD, dass die Steuerschuld auf bis zu 20 Jahre gestundet werden soll.
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| Bildhinweis: | Gitta Connemann (Archiv) |
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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Gitta Connemann kritisiert SPD-Pläne zur Erbschaftssteuerreform als schädlich für den Mittelstand.
- Ein Freibetrag von fünf Millionen Euro würde zahlreiche kleine und mittlere Betriebe betreffen.
- SPD plant einen Lebensfreibetrag von einer Million Euro und Streichung der Verschonungsregel für Unternehmenserben.
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Betrifft: etwa 3,9 Millionen Betriebe in Deutschland, davon 99% kleine und mittlere Unternehmen
- Freibetrag von 5 Millionen Euro könnte viele Betriebe beim Vererben belasten
- Steuerschuld soll auf bis zu 20 Jahre gestundet werden
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- Hoher Freibetrag könnte 99% der kleinen und mittleren Betriebe betreffen
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