Rehlinger will verstärkten Kampf gegen Antisemitismus
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Gesellschaft und Antisemitismus im Saarland
Saarbrücken () – Die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) hat anlässlich des Gedenktags zur Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau am Dienstag die Maßnahmen des Landes gegen Antisemitismus vorgestellt. Das teilte die Staatskanzlei am Montag mit.
Bereits im September 2025 hatte der Landtag auf Initiative Rehlingers den Schutz jüdischen Lebens in die Landesverfassung aufgenommen und die Bundesregierung zu einer entsprechenden Grundgesetzergänzung aufgefordert.
Ein zentraler Baustein ist die Förderung von Gedenkstättenfahrten für Schüler.
Das Landesbildungsministerium unterstützt entsprechende Fahrten finanziell, etwa mit rund 4.000 Euro für Buskosten zu Orten wie der Neuen Bremm oder dem KZ Hinzert im Jahr 2025. Projekte wie „Damit kein Gras drüber wächst“ des Landesjugendrings erhalten jährlich 92.000 Euro.
Insgesamt finden im Saarland pro Jahr etwa 200 Gedenkstättenfahrten statt, an denen zahlreiche Schulklassen teilnehmen.
Zudem werde die politische Bildung gestärkt. Ein Gesetzentwurf soll die Unabhängigkeit der Landeszentrale für politische Bildung gesetzlich festschreiben.
„Das Gedenken an den Holocaust ist nicht nur historische Pflicht, sondern politische Verpflichtung, dem wachsenden Antisemitismus etwas entgegenzusetzen“, sagte Rehlinger. Die Erinnerung müsse vor allem junge Menschen stärken, Antisemitismus zu erkennen und demokratisch Verantwortung zu übernehmen.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Anke Rehlinger (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Landesverfassung schützt jüdisches Leben seit September 2025.
- 4.000 Euro Unterstützung für Gedenkstättenfahrten im Jahr 2025.
- 92.000 Euro jährlich für Projekte des Landesjugendrings.
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Betroffen: Schüler im Saarland, politische Bildung
- Maßnahmen: Gedenkstättenfahrten, finanzielle Unterstützung von 4.000 Euro pro Fahrt, jährlich 200 Fahrten
- Frist: Grundgesetzergänzung gefordert bis September 2025
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Aufnahme des Schutzes jüdischen Lebens in die Landesverfassung
- Förderung von Gedenkstättenfahrten für Schüler zur politischen Bildung
- Stärkung des Gedenkens an den Holocaust als Antwort auf wachsenden Antisemitismus
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Aufnahme des Schutzes jüdischen Lebens in die Landesverfassung
- Förderung von Gedenkstättenfahrten für Schüler
- Gesetzesentwurf zur Stärkung der politischen Bildung und Unabhängigkeit der Landeszentrale für politische Bildung
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