Streit um Kosten für zivile Unterstützung der Streitkräfte
Politik - aktuelle Fakten und Einordnung
Verteidigungspolitik in Deutschland: Kostenfragen klärend
Berlin () – Der 1.400 Seiten starke „Operationsplan Deutschland“ ist das zentrale Papier, mit dem sich Deutschland gegen einen möglichen russischen Angriff wappnen will. Er sieht vor, dass sich auch die zivile Seite bis 2029 auf einen Krieg vorbereiten soll. Wer aber zahlt, wenn beispielsweise die Landkreise größere Treibstofflager anlegen? Dazu bahnt sich ein Streit zwischen Bund und Kommunen an.
In einem Papier des Bundesinnenministeriums heißt es laut dem „Spiegel“, dass „die umfassende Unterstützung der Streitkräfte durch zivile Behörden“ seit je „zentraler Pfeiler der Gesamtverteidigung“ sei. Eine generelle Pflicht für den Bund, die Kosten zu tragen, gebe es deshalb nicht. Die Länder, als Vertreter der Kommunen, müssten dem Bund im Einzelfall nachweisen, dass eine zusätzliche Ausgabe spezifisch mit dem Verteidigungsfall zu tun habe. Gehe es dagegen um die Gefahrenabwehr, etwa den Katastrophenschutz, sei das Sache der Länder und Kommunen.
Der Deutsche Landkreistag, Spitzenorganisation der Landkreise, kündigte dazu eine Prüfung an. „Nach erster Einschätzung sind insbesondere die pauschalen Äußerungen zur Kostentragung zu hinterfragen“, heißt es in einer internen Stellungnahme. Hauptargument der Kommunen ist die Lesart einer Bund-Länder-Absprache von 1997, wonach für die zivile Alarmplanung nur noch die obersten Landesbehörden eine Rolle spielen sollten, nicht die Kommunen. Dem widerspricht nun das Innenministerium.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- "Operationsplan Deutschland" sieht Vorbereitung der Zivilen bis 2029 vor.
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- Innenministerium stellt klar, dass es keine generelle Kostenpflicht für den Bund gibt.
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- Streit zwischen Bund und Kommunen über Kostentragung für zivile Alarmplanung
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Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Prüfung der Kostentragung durch den Deutschen Landkreistag
- Klärung der Rolle der Kommunen in der zivilen Alarmplanung
- Streitigkeiten zwischen Bund und Kommunen hinsichtlich der Finanzierung von Treibstofflagern
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