DB InfraGo rechnet mit Jahrzehnt der Sanierungen

4. Februar 2026

Vermischtes - aktuelle Fakten und Einordnung

Infrastrukturentwicklung im Schienennetz Deutschland

Frankfurt/Main () – DB InfraGo-Chef Philipp Nagl rechnet damit, dass sich der schlechte Zustand des Schienennetzes nur langsam verbessern wird. „Wir müssen mit einem Jahrzehnt der Sanierungen rechnen“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk “ (Mittwochausgabe).

Mit Blick auf die rund 40 weiteren Generalsanierungen besonders belasteter Strecken gelte jedoch auch, dass es mit jedem fertigen Projekt besser werde. Der Prozess werde sich beschleunigen. Die Mittelerhöhung des Bundes müsse dazu fortgeschrieben und dynamisiert werden.

An dem vielfach kritisierten Sanierungs-Konzept, das auf den seit Jahrzehnten unterfinanzierten Schienen Totalsperrungen vorsieht, hält der Bahnmanager fest. „Die komprimierte Sanierung von ganzen Korridoren ist das beste Instrument, um den riesigen Baubedarf auf den stark belasteten Strecken abzuwickeln“, sagte er.

Dass dabei auf den Einbau digitaler Elemente erstmal verzichtet werde, liege daran, dass zunächst alte Stellwerke ausgetauscht werden müssten. Die Hälfte der über 4.000 Stellwerke sei nicht digitalisierungsfähig. „Sie stammen aus der Vor-Computerzeit und arbeiten noch mit Seilzügen oder elektromechanischen Walzen.“

Zusätzlich zu den Korridorsanierungen plant die DB InfraGo in diesem Jahr 28.000 kleinere Baustellen, weitere werden kurzfristig dazukommen. Regio- und Güterverkehr leiden ebenso wie Fahrgäste darunter, darüber oft viel zu spät informiert zu werden. „In der Kommunikation müssen und wollen wir besser werden“, räumte Nagl ein. Dazu habe man sich neu aufgestellt. Die Baustellen seien jedoch unverzichtbar, sagte er. „Das ist der einzige Weg, um aus dem Abwärtstrend herauszukommen.“

Siehe auch:  Lottozahlen vom Mittwoch (11.02.2026)
Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Bauarbeiten an der Bahnstrecke Halle (Saale) – bei Kanena (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • DB InfraGo-Chef rechnet mit einem Jahrzehnt der Sanierungen des Schienennetzes.
  • Fortgeschriebene und dynamisierte Mittelerhöhung des Bundes ist notwendig.
  • 28.000 kleinere Baustellen in diesem Jahr geplant, zusätzlich werden kurzfristig weitere Baustellen hinzukommen.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • DB InfraGo-Chef Philipp Nagl spricht von einem Jahrzehnt der Sanierungen
  • Fokus auf ca. 40 Generalsanierungen und 28.000 kleinere Baustellen in diesem Jahr
  • Betroffene Bereiche: Regio- und Güterverkehr sowie Fahrgäste

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Schlechter Zustand des Schienennetzes erfordert umfassende Sanierungen über ein Jahrzehnt.
  • Unterfinanzierung des Schienenverkehrs seit Jahrzehnten führt zu Totalsperrungen und Sanierungsbedarf.
  • Digitalisierungsprozesse werden durch veraltete Stellwerke (nicht digitalisierungsfähig) verzögert.

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Fortführung und Dynamisierung der Mittelerhöhung des Bundes
  • Komprimierte Sanierung von Korridoren zur Abwicklung des Baubedarfs
  • Verbesserung der Kommunikationsstrategie bezüglich Baustelleninformationen

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