Studie: Bei Umzug droht Überlastung bei Mietzahlungen
Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung
Wohnungsmärkte in Großstädten 2024
Berlin war demnach im Jahr 2024 die teuerste Stadt für einen Wohnungswechsel. Familien müssen hier nach einem Umzug inzwischen mehr als 32 Prozent ihres Haushaltseinkommens für die Nettokaltmiete zahlen. Alleinlebende müssen 41,9 Prozent ihres Einkommens für die Miete zahlen, wenn sie in der Hauptstadt eine neue Wohnung anmieten. Hohe Mietbelastungsquoten treffen Alleinlebende auch in München mit 41,2 Prozent, in Offenbach am Main mit 40,2 Prozent, in Frankfurt am Main mit 38,2 Prozent und in Freiburg im Breisgau mit 36,3 Prozent.
Im Schnitt mussten Familien mit Kindern Stand 2024 nach einem Umzug 19,4 Prozent ihres Haushaltseinkommens für die Nettokaltmiete aufwenden. Bei Alleinlebenden waren es 26,3 Prozent. Diese Angebotsmieten – also die Preise, die bei Neuvermietungen auf den Immobilienportalen aufgerufen werden – stehen Bestandsmieten gegenüber, die in den vergangenen neun Jahren weitgehend stabil geblieben sind. Die Folge ist laut Haus und Grund der „Lock-in-Effekt“: Für viele Haushalte entstehe „ein klarer wirtschaftlicher Anreiz, in der aktuellen Wohnung zu verbleiben, auch wenn ein Umzug aus beruflichen, familiären oder gesundheitlichen Gründen eigentlich sinnvoll wäre“. Der Eigentümerverband fordert darum, mehr Wohnungen zu schaffen und auf Mietpreisregulierung wie durch die Mietpreisbremse zu verzichten.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Modernes Wohnhaus mit Balkonen (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Mietbelastung übersteigt oft 30 Prozent des Haushaltseinkommens nach Umzug, besonders in Großstädten.
- 2024 zahlt eine Familie in Berlin mehr als 32 Prozent ihres Einkommens für Nettokaltmiete, Alleinlebende sogar 41,9 Prozent.
- Eigentümerverband fordert Schaffung von mehr Wohnraum und Verzicht auf Mietpreisregulierung.
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Familien in Berlin (2024): mehr als 32% des Einkommens für Nettokaltmiete
- Alleinlebende in Berlin (2024): 41,9% des Einkommens für Nettokaltmiete
- Hohe Mietbelastungen auch in München (41,2%), Offenbach (40,2%), Frankfurt (38,2%), Freiburg (36,3%)
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Hohe Mietbelastung in Großstädten und Ballungsräumen
- Angebotspreise bei Neuvermietungen steigen, während Bestandsmieten stabil bleiben
- "Lock-in-Effekt" hindert Haushalte am Umzug trotz beruflicher, familiärer oder gesundheitlicher Gründe
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Mehr Wohnungen schaffen
- Auf Mietpreisregulierung wie durch die Mietpreisbremse verzichten
- Anreize für Umzüge erhöhen
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