Grüne sehen Kinder durch Grundsicherungssanktionen gefährdet

12. Februar 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesellschaft: Auswirkungen von Sanktionen auf Kinder

() – Die Bundesregierung sieht in den schärferen Sanktionen der neuen Grundsicherung keine große Gefahr für Kinder, auch wenn Eltern die Leistungen komplett gestrichen werden sollten. Aufgrund verschiedener Schutzmechanismen teile man die Einschätzung nicht, „dass es durch die Neuregelungen zu potenziell erheblichen Auswirkungen auf Kinder kommen wird“, heißt es in einer Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Kleine Anfrage der Grünen, über die der „Stern“ berichtet. 

Aus der Oppositionsfraktion kommt dafür scharfe Kritik. Bei dem Gesetzentwurf habe man auch die potenziellen Auswirkungen auf Kinder berücksichtigt, so das Arbeitsministerium in seiner Antwort. „Die Bundesregierung ist der Auffassung, dass Kinder und Jugendliche sowohl bei Leistungsminderungen eines Elternteils als auch bei der neuen Regelung zur Nicht-Erreichbarkeit bei drei aufeinanderfolgenden Meldeversäumnissen umfassend geschützt werden.“ 

Den Grünen-Abgeordneten Timon Dzienus überzeugt das nicht. „Wenn man die Eltern sanktioniert, leiden am Ende immer die Kinder“, sagte der Arbeits- und Sozialpolitiker dem “Stern“. Schon heute seien 1,8 Millionen Kinder in der Grundsicherung, jede dritte Person bei der Tafel minderjährig. „Kein Kind sollte in Armut aufwachsen und kein Kind hat es verdient, von der eigenen Regierung sanktioniert zu werden. Das ist ein sozialpolitischer Skandal.“

Das Arbeitsministerium von Ministerin Bärbel Bas (SPD) verweist in seiner Antwort auf verschiedene „Schutzmechanismen“. So werde ausschließlich der Regelbedarf der erwerbsfähigen leistungsberechtigten Person gemindert, die die Pflichtverletzungen oder das Meldeversäumnis begangen hätten. Entfalle der komplette Leistungsanspruch, weil eine erwerbsfähige Person nicht erreichbar ist, würden die Kosten der Unterkunft auf die übrigen Mitglieder der Bedarfsgemeinschaft verteilt und direkt an den Vermieter gezahlt werden.

Siehe auch:  Dax startet freundlich - kein Handel an US-Börsen
Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Kinder in einer Schule (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Bundesregierung sieht keine große Gefahr für Kinder durch schärfere Sanktionen bei Grundsicherung
  • Schutzmechanismen sollen Auswirkungen auf Kinder minimieren, auch bei Leistungsminderungen der Eltern
  • Kritik von Grünen: Sanktionen treffen immer die Kinder, 1,8 Millionen Kinder in der Grundsicherung betroffen

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • betrifft Kinder in der Grundsicherung
  • betroffen sind 1,8 Millionen Kinder, jeder dritte Tafelbesucher ist minderjährig
  • Bundesregierung sieht keine großen Auswirkungen, trotz potenzieller Leistungsstreichungen für Eltern

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Bundesregierung sieht keine Gefahr für Kinder durch neue Grundsicherungssanktionen
  • Oppositionsfraktionen kritisieren die Auswirkungen von Leistungsminderungen auf Familien
  • 1,8 Millionen Kinder in Grundsicherung, hohe Zahl minderjähriger Tafelbesucher

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Bundesregierung sieht keine große Gefahr für Kinder durch schärfere Sanktionen in der Grundsicherung
  • Arbeitsministerium betont Schutzmechanismen bei Leistungsminderungen
  • Kritik von der Opposition, dass Sanktionen Eltern und damit auch Kinder belasten

Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




4,8/5 (27 Bewertungen)
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
Letzte Artikel von Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH (Alle anzeigen)