BSW-Krach in Brandenburg: Wagenknecht räumt Versäumnisse ein
Brandenburg - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung
Politische Entwicklungen in Brandenburg
Berlin () – BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht räumt in der durch parteiinternen Krach ausgelösten Koalitionskrise in Brandenburg strategische Versäumnisse in der Vergangenheit ein.
„Bei den Medienstaatsverträgen etwa hätten wir frühzeitiger unsere Bedenken anmelden müssen“, sagte Wagenknecht dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland„. „Das hatte aber keiner wirklich auf dem Schirm, weil wir eben eine so junge Partei sind und noch nicht diesen Referenten-Apparat haben, der in etablierten Parteien solche Aufgaben erledigt. Normalerweise hätte ein Referent dazu etwas aufgeschrieben und das Robert Crumbach mit ins Brandenburger Kabinett gegeben. Ich habe seit mehr als einem Jahr nicht mehr den Kopf frei gehabt, um über strategische Fragen nachzudenken, weil ich full time mit Parteimanagement zu tun hatte.“
Wagenknecht glaubt an ein Fortbestehen der SPD-BSW-Koalition und einer Verständigung mit vier Abgeordneten, die vergangene Woche aus der Partei ausgetreten sind.
Sie sagte dem RND: „Die Austritte der vier Landtagsabgeordneten in Brandenburg sind bedauerlich, aber deshalb zerlegt sich das BSW noch lange nicht. Wir führen Gespräche und ich hoffe, dass sich der Konflikt lösen lässt. Ich finde richtig, dass jetzt vor Ort das Gespräch und eine Lösung gesucht wird und man nicht gleich Leute aus der Fraktion ausschließt.“
Der Brandenburger Landtag stimmt am Mittwoch über die Medienstaatsverträge ab.
Wagenknecht will auf dem BSW-Parteitag Anfang Dezember in Magdeburg nicht erneut für den Parteivorsitz kandidieren.
Sie will als Vorsitzende einer neuen Grundwertekommission strategisch für die Partei arbeiten.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Sahra Wagenknecht (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Sahra Wagenknecht räumt strategische Versäumnisse in der Vergangenheit ein.
- Sie plant nicht, erneut für den Parteivorsitz zu kandidieren und möchte stattdessen als Vorsitzende einer neuen Grundwertekommission tätig werden.
- Der Brandenburger Landtag stimmt am Mittwoch über die Medienstaatsverträge ab.
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- BSW (Brandenburger (B)-Partei)
- betrifft die Partei und ihre Mitglieder in Brandenburg
- strategische Versäumnisse in Bezug auf Medienstaatsverträge
- Abstimmung über Medienstaatsverträge am Mittwoch
- Parteitag Anfang Dezember in Magdeburg
- Austritte von vier Landtagsabgeordneten
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Strategische Versäumnisse in der Vergangenheit, insbesondere bei Medienstaatsverträgen
- Mangel an Ressourcen und erfahrenen Referenten in der jungen Partei
- Hoher Arbeitsaufwand im Parteimanagement beeinträchtigt strategisches Denken
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht erkennt strategische Versäumnisse an.
- Gespräche zur Konfliktlösung werden vor Ort geführt.
- Abstimmung über Medienstaatsverträge im Brandenburger Landtag am Mittwoch.
- Jugendschutz online: Prien will mehr Unterstützung für Eltern - 20. April 2026
- Umweltverbände fühlen sich von Reiche ignoriert - 20. April 2026
- SPD-Gesundheitspolitiker plädiert für Reduzierung der Krankenkassen - 20. April 2026
