Berlin-Monitor zeigt wachsende Skepsis gegenüber Demokratie

23. Februar 2026

Berlin - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesellschaftliche Einstellungen in Berlin 2025

() – Die Zustimmung der Berliner Bevölkerung zur Demokratie als Gesellschaftssystem ist auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Erhebungen gesunken. Das geht aus dem aktuellen Berlin-Monitor 2025 hervor, den die Berliner Senatorin für Antidiskriminierung, Cansel Kiziltepe (SPD), am Montag vorgestellt hat.

Gleichzeitig sei die Hinwendung zu autoritären Einstellungsmustern und die Verbreitung menschenverachtender Denkweisen besorgniserregend, teilte die Senatorin mit.

Die Studie der Universität , für die im Sommer 2025 über 2.000 Berliner befragt wurden, offenbart tief verankerte Diskriminierungen. Besonders alarmierend seien demnach antisemitische Haltungen und Vorurteile gegen Sinti und Roma.

So denken laut dem Forscher Gert Pickel 45 Prozent der Befragten, die Anwesenheit von Sinti und Roma führe zu Konflikten. Der Antisemitismus sei in Berlin weiter verbreitet als in West- und Ostdeutschland, erklärte der Wissenschaftler Oliver Decker.

Kiziltepe rief angesichts der Ergebnisse zu mehr Wachsamkeit und dem entschlossenen Einsatz für die Demokratie auf.

„Wir müssen weiterkämpfen gegen jede Form von Rassismus und Menschenfeindlichkeit“, sagte sie. Die Studie wird seit 2019 alle zwei Jahre durchgeführt und dient als empirisches Instrument, um gesellschaftliche Dynamiken in der Hauptstadt sichtbar zu machen.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Brandenburger Tor (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Zustimmung zur Demokratie in Berlin auf niedrigstem Stand seit Beginn der Erhebungen
  • Zunahme autoritärer und menschenverachtender Einstellungen festgestellt
  • 45 Prozent der Befragten glauben, dass Sinti und Roma Konflikte verursachen

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Zielgruppe: Berliner Bevölkerung
  • Region: Berlin
  • Zeitraum: Studie aus dem Sommer 2025; Durchführung alle zwei Jahre seit 2019

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Niedrigste Zustimmung zur Demokratie seit Erhebungsbeginn
  • Zunahme autoritärer Einstellungen und menschenverachtender Denkweisen
  • Verbreitung von Antisemitismus und Vorurteilen gegen Sinti und Roma

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • mehr Wachsamkeit fördern
  • entschlossener Einsatz für Demokratie
  • kontinuierlicher Kampf gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit

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