Gefahr durch Drohnen – Klöckner in Sorge um die Reichstagskuppel

7. März 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Sicherheitspolitik in Berlin: Drohnenbedrohung erkennen

() – Angesichts einer verschärften Sicherheitslage durch die Kriege in der und in Nahost hat Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) die Sorge geäußert, dass das Reichstagsgebäude in Berlin mitsamt seiner berühmten Kuppel Ziel von Drohnenangriffen werden könnte.

Klöckner sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben): „Ich will keine Panik schüren, aber die Bedrohung durch Drohnen ist durchaus real – schauen wir nur auf unseren Nachbarn . Täglich kommen etliche Bürger und Gäste ins Reichstagsgebäude. Viele von ihnen wollen auch die Kuppel und die Dachterrasse besuchen.“

Der Bundestag sei mit zwei Millionen Besuchern pro Jahr das meistbesuchte Parlament der Welt. Klöckner forderte klare Festlegungen, wer die Kompetenz und die Technik hat, eine Drohne im Zentrum des Berliner Regierungsviertels vom Himmel zu holen. Diese Festlegungen gebe es bislang nicht. „Stellen wir uns Folgendes vor: Jemand plant einen Anschlag auf die gläserne Kuppel und lässt eine Drohne am Berliner Hauptbahnhof starten, nur ein paar Hundert Meter von hier entfernt. Dort ist die Bundespolizei für die Abwehr zuständig“, sagte Klöckner. „Fliegt die Drohne eine Kurve Richtung Kanzleramt, ist kurzfristig das Land Berlin zuständig und direkt über dem Kanzleramt das Bundeskriminalamt. Fliegt sie rüber zu uns, ist wieder das Land Berlin zuständig.“

Die Parlamentspräsidentin sagte weiter, sie sei dazu im Kontakt mit Innenminister Alexander Dobrindt (CDU), der sich des Themas angenommen habe. „Im Ernstfall müssen Entscheidungen sofort getroffen werden“, forderte Klöckner. Auf die Nachfrage, ob es konkrete Anschlagswarnungen der Sicherheitsbehörden gebe, sagte sie: „Darüber würde ich öffentlich nicht reden.“

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Zugleich betonte Klöckner, dass es nicht nur Bedrohungen des Parlaments von außen, sondern auch von innen gebe. Es brauche ein Bundestagspolizeigesetz, an dem die Fraktionen bereits arbeiteten. Als Präsidentin sei sie Chefin von rund 200 Polizeibeamten, die in den Gebäuden des Parlaments die Hoheitsgewalt ausüben. „Unsere Polizei muss von den Nachrichtendiensten Informationen bekommen, wenn jemand, der in den Bundestag will, als Gefährder eingestuft oder bereits in verfassungsgefährdender Weise auffällig geworden ist – eine gesetzliche Grundlage dafür fehlt bisher.“ Es sei notwendig zu wissen, wer im Bundestag ein- und ausgeht.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Drohnen-Verbots-Schild am Bundestag

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Klöckner fordert klare Regelungen zur Drohnenabwehr im Regierungsviertel.
  • Es besteht die Notwendigkeit eines Bundestagspolizeigesetzes.
  • Informationen von Nachrichtendiensten über potenzielle Gefährder im Bundestag müssen gesetzlich geregelt werden.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Zielgruppen: Besucher des Reichstagsgebäudes, Bundespolizei, Innenminister, Bundestagsfraktionen
  • Regionen: Berlin, konkret das Regierungsviertel
  • Zahlen/Fristen/Zeiträume: 2 Millionen Besucher jährlich, derzeitige Beratungen an einem Bundestagspolizeigesetz

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Verschärfte Sicherheitslage durch Kriege in der Ukraine und Nahost
  • Hohe Besucherzahlen im Bundestag (zwei Millionen pro Jahr)
  • Mangelnde klare Zuständigkeiten und technische Mittel zur Drohnenabwehr

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Klöckner fordert klare Festlegungen zur Drohnenabwehr im Regierungsviertel.
  • Innenminister Dobrindt wurde in die Thematik eingebunden.
  • Fraktionen arbeiten an einem Bundestagspolizeigesetz zur Verbesserung der Sicherheitslage.

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