Opposition fordert Günther zur Aussage zu Northvolt-Bericht
Regional - Schleswig-Holstein - aktuelle Fakten und Einordnung
Politische Diskussion über Northvolt in Kiel
Kiel () – Die Landtagsfraktionen von SPD und FDP haben Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) aufgefordert, persönlich im Wirtschaftsausschuss des Landtags zum Sonderbericht des Landesrechnungshofs zur Northvolt-Wandelanleihe Stellung zu nehmen. Das haben die Fraktionsvorsitzenden Serpil Midyatli (SPD) und Christopher Vogt (FDP) am Dienstag mitgeteilt.
Der Sonderbericht wird am 27. Mai im Ausschuss behandelt.
Der Landesrechnungshof hatte in seinem Bericht massive Fehler bei der Risikobewertung der Landesregierung festgestellt. Nach Einschätzung der Prüfer hätte die Wandelanleihe über rund 200 Millionen Euro in dieser Form nicht bewilligt werden dürfen.
Midyatli erklärte, der Bericht bestätige die langjährige Kritik der SPD. Die Landesregierung habe Risiken kleingeredet, Warnsignale ignoriert und das Parlament getäuscht.
Der finanzielle Schaden für das Land sei immens.
Vogt bezeichnete die Reaktion der Landesregierung auf den Bericht als irritierend. Es sei unverständlich, dass Finanzministerin Schneider noch immer keinen Verstoß gegen die Landeshaushaltsordnung erkennen wolle.
Günther habe vor knapp einem Jahr die Hauptverantwortung für das Northvolt-Projekt übernommen, sich aber bislang nicht zum Bericht geäußert. Die Steuerzahler hätten ein Recht darauf zu erfahren, ob der Regierungschef eigene Fehler erkenne und welche Konsequenzen er ziehen wolle.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Daniel Günther (Archiv) |
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