Von Not kritisiert Dobrindts Cybersicherheitsentwurf
Politik - aktuelle Fakten und Einordnung
Cybersicherheitspolitik in Berlin unter Kritik
Berlin () – Der stellvertretende Grünen-Fraktionsvorsitzende Konstantin von Notz sieht erhebliche Mängel beim Gesetzentwurf des Bundesinnenministeriums (BMI) zur Cybersicherheit.
Der Bundestagsabgeordnete, der auch Vize-Vorsitzender des Parlamentarischen Kontrollgremiums ist, sagte der „Rheinischen Post“: „Der Entwurf lässt praktisch alle relevanten Fragen, über die teils seit Jahren diskutiert wird, unbeantwortet.“ Welche Behörde künftig mit welchen Befugnissen was konkret machen solle, bleibe völlig offen. Genau dieses unkoordinierte Agieren verschiedenster Akteure auf unklaren rechtlichen Vorgaben sei aber der Zustand, den es endlich zu überwinden gelte, so von Notz.
Die Frage, wer letztendlich die rechtliche und politische Verantwortung übernehme, wenn auf Grundlage einer oftmals unklaren Attribution des Angriffs feindliche Systeme und Server attackiert werden sollten, müsse zwingend und einwandfrei geklärt sein. Von Notz sagte weiter: „Auch brauchen wir Klarheit bezüglich der Frage, welche Rolle dem neu geschaffenen Nationalen Sicherheitsrat im Kanzleramt bei alledem zukommt.“
Der Grünen-Politiker forderte unter anderem eine umfassende Reform des Rechts der Nachrichtendienste, klare Rechtsvorgaben für die Arbeit der Sicherheitsbehörden im Digitalen sowie die überfällige Grundgesetzänderung zur Stärkung des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Auf all diesen gesetzgeberischen Großbaustellen ruhe der See still, obwohl entsprechende Vorschläge teils seit Jahren vorlägen.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Konstantin von Notz (Archiv) |
Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.
Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Mängel im Gesetzentwurf zur Cybersicherheit des BMI laut Konstantin von Notz.
- Unklare Befugnisse und Verantwortlichkeiten der Behörden bleiben offen.
- Forderung nach Reform des Rechts der Nachrichtendienste und Grundgesetzänderung zur Stärkung des BSI.
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Betroffene: Sicherheitsbehörden, Bundestag, Nationale Sicherheitsrat
- Zielgruppen: Allgemeine Öffentlichkeit, politische Entscheidungsträger, Fachleute im Bereich Cybersicherheit
- Region: Deutschland
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Unklare rechtliche Vorgaben für Behörden und deren Befugnisse
- Fehlende Koordination zwischen verschiedenen Akteuren
- Notwendigkeit einer Reform des Rechts der Nachrichtendienste und klare Vorgaben für Sicherheitsbehörden
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Forderung nach umfassender Reform des Rechts der Nachrichtendienste
- Klare Rechtsvorgaben für die Arbeit der Sicherheitsbehörden im Digitalen
- Notwendigkeit einer Grundgesetzänderung zur Stärkung des BSI
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