CDU-Generalsekretär findet Zahnarzt-Vorschlag "nicht zielführend"

2. Februar 2026

Wirtschaft - aktuelle Fakten und Einordnung

Politik in Deutschland: Reformdebatten und Konsequenzen

() – CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann stellt sich gegen die Forderung des CDU-Wirtschaftsrats, dass Zahnarztbesuche künftig nicht mehr von der gesetzlichen Krankenversicherung bezahlt werden sollen.

brauche eine Zukunftsagenda, sagte er dem „Stern“. Aber: „Einzelne Vorschläge wie die jüngste Debatte um die Zahnarztkosten sind nicht zielführend.“ Das Gegenteil sei richtig: „Es ist nicht im Interesse der Solidargemeinschaft, wenn man Prävention und Früherkennung nicht mehr unterstützt.“

Linnemann sagte, dass die Bundesregierung „wichtige erste Reformschritte“ wie die Einführung der Grundsicherung und die Umsetzung der Aktivrente eingeleitet habe. „Weitere Schritte müssen folgen, etwa bei Rente oder Gesundheit.“ Dazu würden Kommissionen in den nächsten Wochen und Monaten Vorschläge erarbeiten, welche abgewartet werden sollten.

Der Generalsekretär warnte davor, die Bürger zu vergraulen. „Die Mehrheit der Menschen in unserem Land sieht, dass Reformen nötig sind, und lange gab es nicht so eine hohe Bereitschaft, diese mitzugehen“, sagte er. „Das wird aber nur zum Erfolg führen, wenn es ein Gesamtkonzept gibt, das alle Menschen im Blick hat, inklusive uns Politikern, und nicht bestimmte Gruppen herauspickt.“

Der CDU-Wirtschaftsrat, ein parteinaher Unternehmensverband, hatte am Sonntag ein Papier mit dem Titel „Agenda für die Arbeitnehmer in Deutschland“ veröffentlicht. Darin fordert der Verband unter anderem, dass Zahnarztbesuche nicht mehr von der Versicherung bezahlt werden sollen. Arbeitslosengeld soll es den Vorschlägen zufolge zudem grundsätzlich nur noch ein Jahr lang geben, Mütterrente und Rente mit 63 sollen gestrichen werden.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Carsten Linnemann (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Carsten Linnemann lehnt die Forderung des CDU-Wirtschaftsrats ab, Zahnarztbesuche nicht mehr von der gesetzlichen Krankenversicherung zu bezahlen.
  • Bundesregierung hat "wichtige erste Reformschritte" wie Grundsicherung und Aktivrente eingeleitet; weitere Schritte in Rente und Gesundheit folgen.
  • Der CDU-Wirtschaftsrat fordert unter anderem die Streichung von Mütterrente und Rente mit 63 sowie die Kürzung des Arbeitslosengeldes auf ein Jahr.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Zahnarztbesuche: gesundheitliche Versorgung, betrifft alle gesetzlich Versicherten in Deutschland
  • Arbeitslosengeld: betrifft Arbeitslose, Einschränkung auf ein Jahr
  • Mütterrente und Rente mit 63: betrifft Mütter und ältere Arbeitnehmer, potenzielle Streichung

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Ablehnung der Forderung des CDU-Wirtschaftsrats zur Nichtübernahme von Zahnarztkosten durch die gesetzliche Krankenversicherung
  • Aussage, dass solche Vorschläge nicht im Interesse der Solidargemeinschaft sind und Prävention unterstützen sollten
  • Hinweis auf bereits eingeleitete Reformschritte, wie Grundsicherung und Aktivrente, und die Notwendigkeit weiterer Reformen in Rente und Gesundheit

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Einleitung von Reformschritten durch die Bundesregierung, wie Grundsicherung und Aktivrente
  • Vorschläge zur Rente und Gesundheit sollen von Kommissionen erarbeitet werden
  • Notwendigkeit eines Gesamtkonzepts, das alle Bürger berücksichtigt
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