MSC-Chef Ischinger ruft Merz zu eigener Nahost-Initiative auf

31. März 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Sicherheitspolitik in Europa und Nahost

() – Der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, hat und Europa mit Blick auf den US-israelischen Krieg gegen den zu einer eigenen großen Nahost-Initiative aufgerufen.

Anstatt „verstockt“ auf US-Präsident Donald Trumps Krieg zu reagieren und den Staatschef dadurch „unnötig weiter zu provozieren“, sollte Europa mit Partnern an einer „Sicherheitsordnung“ für die Zeit nach dem Iran-Krieg arbeiten, sagte Ischinger dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.

Er schlug vor, dies gemeinsam mit der Türkei und Ländern in der arabischen und asiatischen Nachbarschaft anzugehen. Die einstige -Konferenz auf dem Bonner Petersberg könne dafür ein Vorbild sein – „falls Deutschland und Europa ernst genommen werden wollen“, fügte Ischinger hinzu.

Es reiche nicht zu sagen, dass dies „nicht unser Krieg“ sei, so Ischinger. Der Spruch bediene die strategische Verzwergung Europas. „So bringen wir Europa jedenfalls nicht auf die Landkarte global relevanter Mächte zurück“, so der MSC-Chef. Natürlich sei dies nicht der Krieg der Europäer. Gleichzeitig suggeriere die Äußerung aber, „dass wir den Vorgang allenfalls von der Seitenlinie aus kommentieren könnten“. Dabei berühre der Krieg europäische Interessen genauso wie der -Krieg.

Der Transatlantik-Koordinator der Bundesregierung, Metin Hakverdi (SPD), plädierte für „gesundes Selbstbewusstsein“ in den Beziehungen zu den USA: „Wir müssen nicht immer einer Meinung mit dem US-Präsidenten sein“, sagte Hakverdi dem RND. Es stimme, dass dies „nicht unser Krieg“ sei. „Aber natürlich betrifft uns dieser Krieg jetzt, natürlich haben wir ein Interesse an einer freien Straße von Hormus.“ Deutschland könne sich etwa diplomatisch engagieren oder durch „industrielle Zusammenarbeit, etwa bei der Luftabwehr, mit den Golfstaaten“.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Wolfgang Ischinger und Friedrich Merz (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Ischinger fordert eine eigene europäische Nahost-Initiative angesichts des US-israelischen Krieges gegen den Iran.
  • Europa sollte gemeinsam mit der Türkei und Nachbarstaaten eine Sicherheitsordnung für die Nachkriegszeit entwickeln.
  • Hakverdi betont, dass Deutschland durch diplomatische Maßnahmen und industrielle Zusammenarbeit mit Golfstaaten aktiv werden sollte.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Deutschland und Europa
  • Zielgruppen: Regierungen, Strategen in Europa und dem Nahen Osten
  • Betonung einer aktiven Rolle in internationalen Konflikten und Zusammenarbeit mit Ländern wie der Türkei und arabischen Staaten

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Aufruf zu einer eigenen Nahost-Initiative für Europa und Deutschland
  • Kritik an der passive Haltung Europas bezüglich des US-israelischen Krieges gegen den Iran
  • Betonung der europäischen Interessen im Kontext eines Konflikts, der auch die Ukraine betrifft

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Deutschland und Europa sollen eine eigene Nahost-Initiative entwickeln.
  • Zusammenarbeit mit der Türkei und Nachbarländern wird angeregt.
  • Diplomatisches Engagement und industrielle Zusammenarbeit mit Golfstaaten werden gefordert.
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