Linke kritisiert geplante Rentenalter-Anhebung als sozial ungerecht
Regional - Sachsen-Anhalt - aktuelle Fakten und Einordnung
Rentenpolitik in Sachsen-Anhalt unter Kritik
Magdeburg () – Die Fraktion Die Linke im Landtag von Sachsen-Anhalt hat die Pläne der Bundesregierung für eine weitere Anhebung des Renteneintrittsalters scharf kritisiert. Die Landesvorsitzende Eva von Angern teilte mit, eine Verknüpfung der Regelaltersgrenze mit der steigenden Lebenserwartung ignoriere die realen Lebensverhältnisse vieler Menschen, insbesondere in Ostdeutschland.
Als Beleg verwies die Politikerin auf Daten aus einer Anfrage ihrer Bundestagsfraktion.
Demnach ist die durchschnittliche Lebenserwartung von 65-Jährigen in Deutschland zwischen 2011 und 2024 lediglich um 0,08 Jahre gestiegen. In Sachsen-Anhalt sei die fernere Lebenserwartung von Männern in diesem Alter sogar gesunken, von 16,70 Jahren (2011/2013) auf 16,56 Jahre (2022/2024).
Das Renteneintrittsalter steige somit schneller als die Lebenserwartung.
Von Angern warf Wirtschaftsministerin Katherina Reiche vor, als ‚verlängerter Arm der Wirtschaftsverbände‘ Fakten auszublenden. Statt einer weiteren Erhöhung des Rentenalters brauche es höhere Renten und die Einführung einer solidarischen Mindestrente von 1.400 Euro.
Die von der Bundesregierung eingesetzte Alterssicherungskommission soll bis Ende des zweiten Quartals 2026 Vorschläge vorlegen, in die auch die Wirkungen auf unterschiedliche Bevölkerungsgruppen einfließen sollen.
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- Fraktion Die Linke kritisiert Pläne zur Anhebung des Renteneintrittsalters.
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